Wiener Zahlen auf 400 Seiten: Statistisches Jahrbuch 1997

Wien, (OTS) Den Wiener Zuckergoscherln wird die Grundnahrung
so schnell nicht ausgehen; wie das vor kurzem erschienene Statistische Jahrbuch 1997 zeigt, gab es am Jahresende 1997
immerhin 143 Zuckerbäcker in Wien. Am besten hatten es die LeopoldstädterInnen und die DonaustädterInnen, in jedem der beiden Bezirke gab es je 13 Zuckerbäcker. Bedauernswert dagegen Simmeringer Naschkatzen - sie hatten keinen einzigen. Wiens wirtshausreichster Bezirk war der 10. mit 134 Gasthäusern und Weinhäusern, gefolgt vom 12. mit 112. Schlußlicht unter den Bezirken ist hier die Josefstadt mit 17 Gasthäusern. Bei den Kaffeehäusern und Espressi führt der 2. Bezirk mit 152, bei den Bars, den Kaffeerestaurants, den Hotels, Eissalons sowie den Würstelständen und Straßenbuffets (62!) die Innere Stadt. Insgesamt ist der 1. Bezirk jener mit den meisten - 885 -Gastgewerbebetrieben. Die City verfügt dafür über keinen einzigen Branntweiner, allerdings findet man hier auch keine einzige Buschenschank, die echten Heurigen gibt es überhaupt nur in Favoriten,, Ottakring, Hernals, Döbling, Floridsdorf - mit 141 Heurigen das Dorado der WeinbeißerInnen, aber auch der Bezirk mit den meisten Kaffeekonditoreien - und in Liesing. Diese und zehntausende andere Daten über Wien, vom Wetter über die Bevölkerung bis zum Tourismus und Arbeitsmarkt, enthält das Statistische Jahrbuch der Stadt Wien 1997. Die fast 400 Seiten starke Publikation ist um 450 Schilling in der MA 66 -
Statistisches Amt der Stadt Wien, 1, Volksgartenstraße 3, Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr erhältlich. Telefonische
Bestellungen: Tel. 4000/88629.****

Wiens Müllaufkommen betrug 1997 533.640 Tonnen und lag damit geringfügig unter dem des Vorjahres mit 533.721 Tonnen. Der Hausmüllanteil allerdings stieg von 467.256 auf 469.238 Tonnen
oder von 289 auf 292 Kilogramm pro EinwohnerIn, Sperrmüll und direkt angelieferte Müllmengen wurden etwas weniger. Bei der Altstoffsammlung gab es bei Papier/Pappe, Kompost, Metall und
Dosen, Kunststoffen leichte Steigerungen, Altglas wurde weniger gesammelt als 1996.

Bei der Bevölkerungsfortschreibung gibt das Statistische Jahrbuch mit Ende 1997 1,609.631 BewohnerInnen mit Hauptwohnsitz
in Wien, davon 847.024 Frauen, an. Rund 282.500 AusländerInnen (17,6 Prozent der Bevölkerung) hatten in der Bundeshauptstadt
ihren Hauptwohnsitz. Der Großteil der ausländischen BewohnerInnen stammt aus dem ehemaligem Jugoslawien und den Nachfolgestaaten, gefolgt von der Türkei und Polen.

Mit Jahresende 1997 waren in Wien rund 718.000
Kraftfahrzeuge, darunter knapp 600.000 PKW, 57.000 LKW und fast 50.000 Krafträder, zugelassen. Die meisten PKW fielen beim Hubraum in die Klasse 1.501 bis 2.000 ccm. Benziner übertrafen mit 447.000 PKW die Dieselautos bei weitem. Am beliebtesten sind bei den PKW solche aus Deutschland - über 300.000 PKW sind deutsche Marken -, gefolgt von den Japanern mit fast 138.000 PKW.

Übrigens mußten 1997 auch über 27.000 verkehrsbehindernd abgestellte Fahrzeuge entfernt werden. Und bei 4.883 Verkehrsunfällen waren 57 Tote zu beklagen, fast 6.300 Menschen wurden verletzt. Davon waren die meisten Opfer männlich - bei Verkehrsunfällen sind Frauen im Gegensatz zu ihrem Bevölkerungsanteil in der Minderheit (19 weibliche Tote, 2.700 Verletzte).

Die Wiener Feuerwehr mußte zu über 30.000 Einsätzen ausrücken, davon 6.739mal zu Bränden.

Erfreulicher: In Wien fanden 1997 301 Kongresse mit über 488.000 Teilnehmernächtigungen statt.

Weitere Statistiken des Jahrbuchs 1997 betreffen den Wohnungsbestand, die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt, das Sozialwesen, den Bildungsbereich, Kultur, Sport und Erholung, Verkehr, Versorgung/Entsorgung und die Finanzgebarung der Stadt Wien. (Schluß) hrs

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