LIF-NÖ für mehr Marktfreiheit in der Landwirtschaft

Reisenberger kritisiert Marktordnungsmentalität des ÖVP-Bauernbundes

St. Pölten (OTS) - "Die Diskussion um den Landwirtschaftsteil der Agenda 2000 nimmt immer skurrilere Formen an", sagt der Landwirtschaftssprecher des Liberalen Forums NÖ, Ing. Rudolf Reisenberger. Der ÖVP-Bauernbund hängt einer Marktordungsmentalität nach, die wir aus den letzten Jahrzehnten heimischer Agrarpolitik kennen.

"Aber gerade dieses starre System hat uns die Probleme gebracht, mit denen wir jetzt zu kämpfen haben", so Reisenberger. Es kann nicht sein, daß trotz Überschuß weiter mit gestützten Preisen produziert wird. Ein anderes Kapitel ist die Kulturpflege und die Erhaltung der Landschaft, von der alle profitieren, vor allem der Fremdenverkehr. "Diese Leistungen müssen den Landwirten abgegolten werden, allerdings nicht über den Produktpreis, der nur die heimischen Konsumenten belastet", sagt der liberale Agrarfachmann. Eine derartige Marktverzerrung ist in der Konkurrenzsituation einer globalen Wirtschaft nicht zielführend. Daß die Agenda 2000 ein liberaler Schritt in Richtung Markt ist, ist unbestritten, die Auswirkungen werden differenzierter gesehen. "Studien der Universitäten Amsterdam und Berlin, sowie das Eurostat haben Berechnungen angestellt, die den Bauern bei Umsetzung der Agenda 20-30 %ige Gewinne pro Arbeitsstunde vorraussagen", so Reisenberger, "nur der ÖVP-Bauernbund spricht von Einbussen in der Höhe von 4%".

"Die Zahlen der ÖVP sind deshalb rein spekulativ, weil es den durchschnittlichen Betrieb nicht gibt", sagt der liberale Reisenberger. Große Betriebe, die vor allem Getreide, daß es im Überschuß gibt, in Masse produzieren, werden durch den Preisdruck des Marktes umdenken müssen. "Aber der bäuerliche Familienbetrieb, der flexibel auf den Markt reagieren kann und sich auch Nischen suchen wird, profitiert von der Agenda 2000", so Reisenberger. "Leider wollen viele Agrarpolitiker noch immer nicht einsehen, daß freies Unternehmertum und staatliche Preis- und Abnahmegarantien nicht kompatibel sind", so Reisenberger abschließend.

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