Baugewerbe unterstützt Straßenbau-Offensive Farnleitners

Lahofer: "Jetzt müssen Programme für den klassichen Hochbau und die Wohnraumsanierung in Angriff genommen werden"

Wien (Pwk) - Die Bundesinnung der Baugewerbe unterstützt die Forderung von Wirtschaftsminister Farleitner, die Erlöse der geplanten LKW-Maut für den Ausbau des Straßennetzes zweckzubinden. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die heimische Infrastruktur nachhaltig zu verbessern und den Wirtschaftsstandort Österreich langfristig abzusichern, stellt Bundesinnungsmeister Johannes Lahofer in einer Aussendung der Wirtschaftskammer Österrreich fest. Insgesamt 20 Mrd Schilling müssen laut einer Studie für Ausbauprojekte wie den Vollausbau der Nordautobahn, die Schließung des Autobahnringes rund um Wien, die Südumfahrung (B301) und andere Projekte veranschlagt werden. ****

Allerdings ist der Straßenbau eine klassische Domäne der Baudindustrie, so daß der größte Arbeitgeber Österreichs, das Baugewerbe, mit seinen rund 100.000 Beschäftigten von diesen Projekten kaum profitieren wird. Daher erwartet Lahofer, daß nun auch ein Programm für den klassichen Hochbau und den Bereich der arbeitskräfteintensiven Wohnraumsanierung und Renovierung in Angriff genommen wird. Denn dem Baugewerbe droht nach dem engültigen Auslaufen der Steuerbegünstigung von Mietziensreserven Ende des Jahres und einem schwindelerregenden Rückgang der Baubewilligungen (-40% allein in Wien) im vergangenen Jahr ein dramatischer Konjunktureinbruch. "Für das Baugewerbe ist daher die Beibehaltung der Wohnbauförderung im derzeitigen Ausmaß lebenswichtig", erklärt Lahofer und schlägt eine Umverteilung der Mittel vor, um die Wohnraumsanierung und die thermische Sanierung im gleichen Maße wie den Neubau zu fördern. Neueste Marktstudien gehen davon aus, daß mittelfristig rund 200 Mrd Schilling in die Wohnraumsanierung investiert werden müßten, da die Hälfte aller drei Millionen Wohneinheiten in Österreich aus Zeiten stammt, in denen eine optimale Wärmedämmung nicht möglich war. "Jede Milliarde, die in die Bauwirtschaft investiert wird, bringt 1.500 neue Arbeistplätze. Wenn es die Regierung mit ihrer Beschäftigungsoffensive wirklich ernst meint, dann muß sie hier ansetzen", schloß Lahofer.
(Schluß) MH

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