- 04.03.1999, 09:16:08
- /
- OTS0037
Baugewerbe unterstützt Straßenbau-Offensive Farnleitners
Lahofer: "Jetzt müssen Programme für den klassichen Hochbau und die Wohnraumsanierung in Angriff genommen werden"
Wien (Pwk) - Die Bundesinnung der Baugewerbe unterstützt die
Forderung von Wirtschaftsminister Farleitner, die Erlöse der
geplanten LKW-Maut für den Ausbau des Straßennetzes zweckzubinden.
Dies ist ein wichtiger Schritt, um die heimische Infrastruktur
nachhaltig zu verbessern und den Wirtschaftsstandort Österreich
langfristig abzusichern, stellt Bundesinnungsmeister Johannes Lahofer
in einer Aussendung der Wirtschaftskammer Österrreich fest. Insgesamt
20 Mrd Schilling müssen laut einer Studie für Ausbauprojekte wie den
Vollausbau der Nordautobahn, die Schließung des Autobahnringes rund
um Wien, die Südumfahrung (B301) und andere Projekte veranschlagt
werden. ****
Allerdings ist der Straßenbau eine klassische Domäne der
Baudindustrie, so daß der größte Arbeitgeber Österreichs, das
Baugewerbe, mit seinen rund 100.000 Beschäftigten von diesen
Projekten kaum profitieren wird. Daher erwartet Lahofer, daß nun auch
ein Programm für den klassichen Hochbau und den Bereich der
arbeitskräfteintensiven Wohnraumsanierung und Renovierung in Angriff
genommen wird. Denn dem Baugewerbe droht nach dem engültigen
Auslaufen der Steuerbegünstigung von Mietziensreserven Ende des
Jahres und einem schwindelerregenden Rückgang der Baubewilligungen (-
40% allein in Wien) im vergangenen Jahr ein dramatischer
Konjunktureinbruch. "Für das Baugewerbe ist daher die Beibehaltung
der Wohnbauförderung im derzeitigen Ausmaß lebenswichtig", erklärt
Lahofer und schlägt eine Umverteilung der Mittel vor, um die
Wohnraumsanierung und die thermische Sanierung im gleichen Maße wie
den Neubau zu fördern. Neueste Marktstudien gehen davon aus, daß
mittelfristig rund 200 Mrd Schilling in die Wohnraumsanierung
investiert werden müßten, da die Hälfte aller drei Millionen
Wohneinheiten in Österreich aus Zeiten stammt, in denen eine optimale
Wärmedämmung nicht möglich war. "Jede Milliarde, die in die
Bauwirtschaft investiert wird, bringt 1.500 neue Arbeistplätze. Wenn
es die Regierung mit ihrer Beschäftigungsoffensive wirklich ernst
meint, dann muß sie hier ansetzen", schloß Lahofer.
(Schluß) MH
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK/PWK






