• 20.02.1999, 13:17:00
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  • OTS0056

ots Ad hoc-Service: Bankgesellschaft Berlin <DE0008023227>=

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Berlin (ots Ad hoc-Service) -

Hohes operatives Ergebnis ermöglicht Risikobereinigung und
Straffung des Konzerns Vorschlag des Vorstandes: Verzicht auf
Dividende für 1998

Im Geschäftsjahr 1998 konnte der Konzern Bankgesellschaft Berlin
AG mit einem operativen Ergebnis von 2,6 Mrd. DM nach 1,7 Mrd. DM im
Vorjahr das beste Ergebnis seit seiner Gründung 1994 erwirtschaften.
Neben den um ca. 6% gestiegenen laufenden Erträgen (Zins- und
Provisionsüberschuß) des Privatkunden-, Firmenkunden- und
Immobiliengeschäfts war der Ergebnisbeitrag aus den
Kapitalmarktgeschäften herausragend. So wird das Eigen-
handelsergebnis mit 1,1 Mrd. nach 136 Mio. DM in 1997 ausgewiesen.
Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen konnte trotz der hohen
Ausgaben für die Umstellung auf den Euro und die Umsetzung der 6.
KWG-Novelle durch drastische Einsparungsmaßnahmen auf rd. 8 % im
Vergleich zu den vorangegangenen Jahren gebremst werden.

Nach Beendigung der Verhandlungen mit der NORD/LB über die Bildung
eines einheitlichen Bankkonzerns wurde die Neuausrichtung der
Bankgesellschaft Berlin AG im Herbst 1998 zügig in Angriff genommen.
Die in diesem Zusammenhang per 1.1.1999 beschlossene Fusion der
Berliner Bank AG auf die Muttergesellschaft machte weitere erhebliche
Risiken im Kredit- geschäft sowie Schwächen in der Kostenstruktur
sichtbar. Daraus resultierten ein Risikoaufwand von ca. 900 Mio. DM
sowie Restrukturierungskosten von ca. 100 Mio. DM allein für die
Berliner Bank. Insgesamt wird der Risikoaufwand im Kreditgeschäft des
Konzerns für 1998 ca. 1,8 Mrd. DM netto betragen (Vorjahr 0,7 Mrd.
DM).

Das um mehr als 50% gestiegene operative Ergebnis im Konzern wird
dazu verwendet werden, die Risiken des Kreditgeschäftes abzudecken
und darüber hinaus für die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen
vorzusorgen. Der Vorstand wird deshalb keine Dividendenausschüttung
für 1998 vorschlagen.

Die im Herbst 1998 beschlossene Neuausrichtung des Konzerns sowie
die damit verbundenen einschneidenden Kostensenkungsmaßnahmen werden
konsequent umgesetzt. Dies beinhaltet:

Konzentration des breiten Privat- und Firmenkundengeschäfts auf
die Region Berlin/Brandenburg.

Konzentration des überregionalen und internationalen
Firmenkundengeschäfts auf Großkunden.

Konzentration des kommerziellen Auslandsgeschäfts auf Mittel- und
Osteuropa sowie die Region Nahost; Beschränkung der Aktivitäten in
Asien und Lateinamerika.

Ausweitung der Immobilienaktivitäten im Bundesgebiet und
ausgewählten europäischen Ländern.

Konzentration der Kapitalmarktaktivitäten auf die bestehenden
erfolgreichen Strukturen.

Aufgabe aller Randaktivitäten.

Schaffung einheitlicher Stabs- und Steuerungsstrukturen für den
Gesamtkonzern.

Vereinheitlichung der EDV-Projekte auf die Effizienz- und
Qualitätsverbesserung der Kernaktivitäten.

Abschluß der seit 1997 im Aufbau befindlichen Konzentration des
Risikomanagements in 1999.

Die ersten Auswirkungen dieser Maßnahmen haben sich bereits in
1998 niedergeschlagen. Für 1999 ist eine deutliche
Ergebnisverbesserung im Konzern zu erwarten.

Vorläufige Eckwerte zum Konzernjahresabschluß 1998

1998 1997

Betriebsergebnis vor Risikovorsorge 2,6 1,7 Mrd. DM
Betriebsergebnis 1,4 0,7 Mrd. DM
Gewinn vor Steuern 0,4 0,6 Mrd. DM

Der Vorstand

Ende der Mitteilung

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