- 18.02.1999, 11:25:56
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Keine Angst vor dem Jahr 2000 und dem Weltuntergang
NÖ Sektenbeauftragter klärt auf
St.Pölten (NLK) - "Das Jahr 2000 rückt näher, und viele Sekten
prophezeien den Weltuntergang", warnt Peter Pitzinger,
Sektenbeauftragter des Landes Niederösterreich. Auch in
Niederösterreich gebe es Gruppen, die sich bereits auf den
Weltuntergang vorbereiten und Verpflegung horten. Pitzinger: "Manche
verlegen sogar ihren Wohnsitz in das Waldviertel, da die große Flut
bis dahin nicht vordringen wird." Neben der Irrationalität solcher
Ängste gebe es auch ganz klare Fakten, die die Befürchtungen im
Zusammenhang mit der magischen Zahl "2000" widerlegen. "Erstens haben
sich die Christen bei der erstmaligen zeitlichen Festlegung der
Geburt des Herrn, die im Jahr 532 erfolgte, um vermutlich sechs Jahre
verrechnet. Der Jahrtausendwechsel fand also eigentlich 1994 statt.
Papst Gregor XIII. hat den Julianischen Kalender reformiert und im
Jahr 1582 zehn Tage gestrichen. Zweitens feiert nur die christliche
Bevölkerung in zehn Monaten den Wechsel zum Jahrtausend. In anderen
Religionen werden ganz andere Jahre gezählt: So haben die Juden heuer
das Jahr 5760, und Moslems zählen das Jahr 1421. Drittens erfolgt der
Jahrtausendwechsel erst von 2000 auf 2001, weil unsere Zeitrechnung
nicht mit dem Jahr Null, sondern mit dem Jahr Eins beginnt. Die Römer
kannten die Zahl Null nicht", erläutert Pitzinger. Die Angst vor dem
nächsten Jahr sei also völlig unbegründet.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/200-2172
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