- 15.02.1999, 12:49:50
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Wohnbau in NÖ bewirkt Investitionen von 17 Milliarden Schilling
LH Pröll: Wohnraum für Familien, wichtiger Impuls für Arbeitsmarkt
St.Pölten (NLK) - Der Wohnbau wird auch heuer ein wesentlicher
Schwerpunkt der NÖ Landespolitik sein. "Konkret werden 1999 5,3
Milliarden Schilling in den Wohnbau in Niederösterreich gehen, um 300
Millionen Schilling mehr als 1998", betonte heute Landeshauptmann Dr.
Erwin Pröll in einem Pressegespräch. Das bauwirksame Volumen
bezifferte Pröll mit insgesamt 17 Milliarden Schilling. Der Wohnbau
ist für den Landeshauptmann neben der wichtigen familienpolitischen
Komponente auch ein bedeutender Impulsgeber für die Bauwirtschaft.
"Mit jedem Förderschilling im Wohnbau wird ein Vierfaches an
Investitionen ausgelöst. Außerdem werden durch diese enorme
Bautätigkeit rund 25.000 Menschen eine Beschäftigung finden." In
diesem Zusammenhang erinnerte Pröll an die gute Entwicklung der
Beschäftigung in Niederösterreich. So verzeichnete das Land unter der
Enns im Jänner dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang
der Arbeitslosenquote um 1,5 Prozent (oder minus 770 Personen).
Bundesweit lag hier der Rückgang nur bei 0,5 Prozent. Gleichzeitig
betrug der Beschäftigungszuwachs im Jänner 1999 im Vergleich zum
Jänner 1998 3.600 Personen (plus 0,7 Prozent). Diese positive
Entwicklung sei auch auf die enorme Bautätigkeit im Wohnbaubereich
zurückzuführen. Pröll sprach sich außerdem ganz klar gegen eine
Kürzung der Wohnbauförderungsmittel seitens des Bundes aus.
Mit der Wohnbauförderung in Niederösterreich werden heuer wieder
18.500 Wohneinheiten geschaffen, davon 6.000 neue Einfamilienhäuser,
3.000 neue Wohnungen im großvolumigen Wohnbau sowie 7.000
Althaussanierungen und 2.500 Sanierungen im großvolumigen Wohnbau
durchgeführt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist für
Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop die Ökologisierung der
Wohnbauförderung. So werden 3.000 Solarenergieanlagen,
Energiesparmaßnahmen bei 1.000 Wohnhäusern und der Austausch von
6.000 Heizkesseln gefördert. Für diese Maßnahmen wendet das Land 730
Millionen Schilling auf. Dabei habe sich vor allem der
Heizkesseltausch als "Hit" erwiesen. "In den ersten fünf Monaten
wurden bereits 4.500 Ansuchen eingereicht", so Prokop. Anhand
mehrerer Beispiele versuchte Prokop außerdem aufzuzeigen, welche
finanziellen Auswirkungen und finanziellen Belastungen die
Wohnbauförderung auf den Förderungswerber haben. Um die soziale
Treffsicherheit noch weiter zu erhöhen, kündigte Prokop ab Mai dieses
Jahres mit der Wohnstarthilfe ein neues Förderinstrumentarium in
Niederösterreich an. Wohnstarthilfe - sie ersetzt die bisherige
Hausstandsgründung - erhalten Niederösterreicher bis zum 35.
Lebensjahr, die keine Wohnbauförderung des Landes erhalten. Die
Wohnstarthilfe ist ein Zuschuß zu einem Bankdarlehen in der Höhe von
15.000 Schilling, pro Kind im Haushalt gibt es weitere 7.500
Schilling. Im Budget sind dafür 30 Millionen Schilling vorgesehen.
Prokop rechnet für heuer mit rund 1.500 Anträgen.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/200/2163
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