AK Wien: Kundenfeindliche Fahrschulen

Fahrschulen kassieren die Prüfungsgebühr auch bei rechtzeitiger Abmeldung wegen Erkrankung

Wien (OTS) – Wer kurz vor der Führerscheinprüfung krank wird, hat Pech gehabt. Man muß dann nämlich die volle Prüfungsgebühr bezahlen, ohne daß diese rückerstattet oder auf die nächste Prüfung angerechnet würde, kritisiert die AK Wien. Während die Behörde laut Gesetz eine Frist von 48 Stunden vor der Prüfung für die Abmeldung vorsieht, gibt es bei den Fahrschulen nur eine
interne Empfehlung des Fachverbands, wonach ein Rücktritt spätestens drei Tage vor der Prüfung erfolgen muß. Da dies nicht verbindlich ist, gibt es bei manchen Fahrschulen Stornofristen von bis zu zwei Wochen. Wer nach Beginn dieser Frist krank wird und nicht zur Prüfung antreten kann, muß die volle Prüfungsgebühr zahlen. Die beträgt in Wien zwischen 990 und 2.400 Schilling. Das Geld ist verloren, denn es wird weder auf den nächstmöglichen Prüfungstermin angerechnet, noch wird es rückerstattet. Die AK verlangt von den Fahrschulen, diese kundenfeindliche
Vorgehensweise abzustellen.****

Die derzeitige Grippewelle hat eine unerwartete Nebenwirkung: Bei der AK Wien häufen sich die Anrufe empörter Fahrschülerinnen und Fachschüler, die sich von den Fahrschulunternehmen geneppt fühlen. Wer sich nämlich wegen einer Erkrankung von der Fahrprüfung abmeldet, kann die schon bezahlte Prüfungsgebühr abschreiben – sie wird weder rückerstattet, noch auf den nächsten Prüfungstermin angerechnet. Die Fahrschulen haben nämlich Stornofristen von bis
zu zwei Wochen vor der Prüfung. Wer sich später abmeldet, verliert sein Geld. Auch eine ärztlich bestätigte Krankheit gilt nicht als Entschuldigungsgrund. Nur wer im Krankenhaus liegt, bekommt sein Geld zurück.

Die AK verlangt von den Fahrschulen, ihre Abmeldefristen an die behörlich vorgesehenen 48 Stunden anzugleichen. Nur weil Fahrschüler "Einmalkunden" sind, ist das keine Entschuldigung für konsumentenfeindliches Verhalten. Die AK Wien rät allen Konsumentinnen und Konsumenten, sich die Verträge der Fahrschulen genau durchzulesen. Machen Sie den Führerschein dort, wo es kurze Stornofristen gibt.

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