VP-Enquete zur Sportförderung im Wiener Parlament

Prokop: Länder werden Ausgaben nicht kürzen

St.Pölten (NLK) - Auf Einladung des VP-Parlamentsklubs fand heute in Wien eine Enquete zum Thema "Finanzierung des Österreichischen Sportes" statt. Vertreter des Bundes und der Länder, der Gemeinden, der Bundessportorganisation, der Dach- und Fachverbände sowie sonstiger mit Sport befaßter Institutionen berieten über die Anforderungen an die künftige Sportförderung des Bundes. Diese muß nach Auslaufen eines zweijährigen Übergangsmodells nunmehr neu geordnet werden.

Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop präzisierte als Vertreterin der österreichischen Bundesländer deren Standpunkt: Sie wandte sich gegen einen "Zentralistischen Anspruch" des Bundes. Die Länder seien sehr wohl in der Lage, die dem Sport zur Verfügung stehenden Mittel zu koordinieren und effizient einzusetzen. Weiters kritisierte sie das Verlangen des Bundes, auch dem Breitensport eine verpflichtende Fortbildung der Trainer und ein permanentes Controlling der Betreuer vorzuschreiben. Dies führe dazu, daß tausende Ehrenamtliche und engagierte Betreuer vertrieben würden. Sie bezifferte die Ausgaben Niederösterreichs für den Sport im vergangenen Jahr mit 325 Millionen Schilling, um 28 Prozent mehr als 1993.

Als wichtige Schwerpunkte der weiteren Sportförderung nannte Prokop Lobbying und Sponsoring für den Sport sowie eine verstärkte Fernseh- und Rundfunkberichterstattung. Wenn es zur Errichtung eines eigenen Wett- und Sportfernsehkanals komme, so müsse dieser verpflichtet werden, die Mindereinnahmen bei der Lotto-Totto-Gesellschaft und bei den Radio- und Fernsehgebühren auszugleichen. Generell wandte sie sich gegen die Kürzung der Bundessportförderung, zumal die Länder nicht beabsichtigen, ihre Ausgaben für den Sport zu vermindern.

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