- 10.02.1999, 14:10:30
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VP-Enquete zur Sportförderung im Wiener Parlament
Prokop: Länder werden Ausgaben nicht kürzen
St.Pölten (NLK) - Auf Einladung des VP-Parlamentsklubs fand heute
in Wien eine Enquete zum Thema "Finanzierung des Österreichischen
Sportes" statt. Vertreter des Bundes und der Länder, der Gemeinden,
der Bundessportorganisation, der Dach- und Fachverbände sowie
sonstiger mit Sport befaßter Institutionen berieten über die
Anforderungen an die künftige Sportförderung des Bundes. Diese muß
nach Auslaufen eines zweijährigen Übergangsmodells nunmehr neu
geordnet werden.
Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop präzisierte als
Vertreterin der österreichischen Bundesländer deren Standpunkt: Sie
wandte sich gegen einen "Zentralistischen Anspruch" des Bundes. Die
Länder seien sehr wohl in der Lage, die dem Sport zur Verfügung
stehenden Mittel zu koordinieren und effizient einzusetzen. Weiters
kritisierte sie das Verlangen des Bundes, auch dem Breitensport eine
verpflichtende Fortbildung der Trainer und ein permanentes
Controlling der Betreuer vorzuschreiben. Dies führe dazu, daß
tausende Ehrenamtliche und engagierte Betreuer vertrieben würden. Sie
bezifferte die Ausgaben Niederösterreichs für den Sport im
vergangenen Jahr mit 325 Millionen Schilling, um 28 Prozent mehr als
1993.
Als wichtige Schwerpunkte der weiteren Sportförderung nannte
Prokop Lobbying und Sponsoring für den Sport sowie eine verstärkte
Fernseh- und Rundfunkberichterstattung. Wenn es zur Errichtung eines
eigenen Wett- und Sportfernsehkanals komme, so müsse dieser
verpflichtet werden, die Mindereinnahmen bei der
Lotto-Totto-Gesellschaft und bei den Radio- und Fernsehgebühren
auszugleichen. Generell wandte sie sich gegen die Kürzung der
Bundessportförderung, zumal die Länder nicht beabsichtigen, ihre
Ausgaben für den Sport zu vermindern.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/200/2174
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