Hysterie um "Kampfhunde"

THWA verurteilt Pauschalverteufelungen bestimmter Hunderassen

Wien (OTS) - Europaweit scheint das "Kampfhundefieber"
ausgebrochen sein. Hunde werden nur aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit öffentlich verteufelt. Verbotsgesetze sind entweder bereits in Kraft oder in Planung. Auch in Österreich titelte eine große Tageszeitung:
"Kampfhunde im Blutrausch". Auflagensteigerung zu Lasten der Tiere. Das Tierhilfswerk Austria (THWA) wehrt sich gegen solche Pauschalverurteilungen.

Am Montag, 8.2., widmete eine große österreichische Tageszeitung dem Thema "Kampfhunde" einen großen Artikel. Darin wurden zu Recht Haltung und Konditionierung einiger Hunde der Rasse Dogo Argentino durch einen dubiosen "Züchter" kritisiert. Die Dogos hatten mehrfach andere Hunde beim Spaziergang schwerstens verletzt. Doch man darf von diesem Fall nicht auf die Rasse schließen !

Mag. Alexander Willer, Caniden-Referent des THWA: "Wissenschaftlich gesehen gibt es keine 'Kampfhunderassen'. Der Begriff ist blanker Unsinn. Ebenso gibt es keine Rasse namens "Pitbull". Ein überaggressives Verhalten von Hunden ist nicht rassisch festgelegt, sondern beruht auf falsche Konditionierung und Haltung durch den Menschen ."

Das Geschrei vieler publicityträchtiger Schlagzeilen hat in Europas Politik leider ein Echo gefunden. Während Großbritannien und Norwegen schon seit Jahren Gesetze gegen Hunde vom "Typus" Pitbull haben, Baden-Württemberg und Bayern rigide Verbotsgesetze für Hunde "gefährlicher Rassen" einführten, traten nun auch Frankreich, die Niederlande und Brandenburg auf den Plan, Berlin gedenkt bald zu folgen. Überall dienen Rassen wie Bullterrier, Dogo Argentino, Mastino, Staffordshire Terrier oder Fila Brasileiro als Sündenböcke.

Das THWA fordert daher:

* Aufhebung bzw. Nichteinführung von Verbotsgesetzen bestimmter Rassen

* Hingegen Verbot sog. "Aggressivzuchten", wobei Hunde durch Einsperren in engen Zwingern, Nahrungsenzug oder körperliche Schmerzzufügung "scharf" gemacht werden.

* Gewerberechtliche Prüfung für Züchter, um die vielen seriösen unter ihnen endlich von den schwarzen Schafen zu trennen.

Willer weiter: "Österreich sollte von diesem 'Kampfhundefieber'nicht angesteckt werden. Wie wenig zielführend Gesetze dieser Art sind, zeigte ja das Beispiel Steiermark, wo der Verfassungsgerichtshof die Verordnung über 'gefährliche Hunde' im Vorjahr wieder aufgehoben hatte."

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