Keusch: Neue Pfade im NÖ Campinggesetz

Sinnvolle Reorganisationen im NÖ Tourismus sollten aktuellen Aufwärtstrend auch in die Sommersaison hinüberretten

St. Pölten, (SPI) - "Der Wintertourismus verzeichnet in Niederösterreich einen positiven Trend, nun gilt es, diesen auch in die Sommersaison hinüberzuretten und neue Initiativen in der Tourismuswirtschaft zu setzen. Dazu gehört eine entsprechende Anpassung des NÖ Camping- und Jugendlagergesetzes, die bereits seit Jahren überfällig ist. Die zuständige Abteilung der NÖ Landesregierung hat bereits im April 1997 einen Vorentwurf erstellt, dem aber bis heute noch kein konkretes Gesetzeswerk gefolgt ist", informiert der Tourismussprecher der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Eduard Keusch. Diesem Umstand hat Abg. Keusch bei der Jännersitzung des Landtages Rechnung getragen und die NÖ Landesregierung wurde in einem Antrag aufgefordert, dem Landtag eine Vorlage mit neuen gesetzlichen Regelungen für das Campingwesen zur Beratung vorzulegen.****

"Die Freizeitwirtschaft ist und bleibt eine Wachstumsbranche, wo nachwievor große Potentiale ungenützt sind. Viele regionale Initiativen, wie Kultur- und Naturparke, Rad- und Reitwege, Schiffahrt, NÖ Eisenstraße, Carnuntum, aber auch der Ausbau des Wintertourismus mit Investitionen in neuen Liftanlagen, Abfahrten und Schneekanonen, sind positive Initiativen zur Nutzung des Aufwärtstrends. Handlungsbedarf besteht aber immer noch betreffend der Novellierung des Privatzimmergesetzes und insbesondere einer gesetzlichen Neuregelung des Campingwesens", so Abg. Keusch weiter. Das derzeitige Gesetz stammt noch aus dem Jahr 1967, was darauf schließen läßt, daß man dem Campingwesen im NÖ Tourismus bisher keinen besonderen Stellenwert beigemessen hat. Den Intentionen der zuständigen Abteilung, das Campingwesen in der Raumordnung oder in der Bauordnung zu regeln, können sich die NÖ Sozialdemokraten jedenfalls nicht anschließen.

Denn diese Tourismussparte bringt rund 200 Millionen Schilling Umsatz und eine Wertschöpfung von 140 Millionen Schilling jährlich. Die Branche braucht eine ordentliche und angepaßte gesetzliche Grundlage, auch die Campingplätze müssen an die heutigen Anforderungen entsprechend angepaßt werden. Man beachte nur die Facette des "Wintercampings", heute werden kaum mehr "grüne Wiesen" mit Waschgelegenheit nachgefragt, sondern hochentwickelte und bestens ausgebaute Freizeiteinrichtungen mit umfassendem Service. Hier muß das verantwortliche Ressort handeln und auch spezielle Förderungen für den Campingtourismus entwickeln und vernetzte Tourismusangebote forcieren. "Wer glaubt, daß mit einem neuen Campinggesetz eine Konkurrenz zu den bestehenden Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben aufgebaut wird, der irrt gewaltig. Ganz im Gegenteil bedeutet Camping einerseits eine Bereicherung des nö. Tourismusangebotes, andererseits, was schließlich entscheidend ist, ein zusätzliches Gästepotential. Bei der Mobilität dieser Urlauberschicht versteht es sich nämlich von selbst, daß die Gäste, wenn die Infrastruktur nicht entsprechend ist, andere Destinationen für ihren Urlaub wählen", so der SP-Tourismussprecher abschließend.
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