BMAGS: Sicherheitsbewusstsein in Unternehmen steigt-

Arbeitsinspektion verzeichnet deutlichen Rückgang bei Übertretungen von Arbeitnehmerschutzvorschriften und Zuwachs an Beratungen

Wien, 5. Februar 1999 (BMAGS).- Eine erfreuliche Bilanz zog
die Arbeitsinspektion mit dem Tätigkeitsbericht für 1997, der in Kürze dem Nationalrat vorgelegt wird: Die Zahl der Übertretungen von Vorschriften zum Schutz der Arbeitnehmer ist 1997 gegenüber 1996 um über 10 Prozent gesunken.

"Intensive Information und Beratung durch die
Arbeitsinspektion, aber auch verstärkte Eigenverantwortung und Sensibilisierung der Arbeitgeber für Fragen der Sicherheit am Arbeitsplatz zeigen offensichtlich Wirkung. Das Sicherheitsbewusstsein in den Betrieben steigt und die Unfallzahlen sinken", resümiert Sozialministerin Lore Hostasch.

Von den 300 ArbeitsinspektorInnen wurden rund 83.000 österreichische Betriebe und Baustellen überprüft. Dabei wurden -Lenkerkontrollen nicht eingerechnet - etwa 75.000 Übertretungen festgestellt. Etwa jede achte Beanstandung betraf die Beschäftigung von Schwangeren oder Jugendlichen bzw. Vorschriften zur Arbeitszeit oder Arbeitsruhe. Darüber hinaus wurden bei Lenkerkontrollen 5.900 Übertretungen festgestellt.

Das bedeutet einen Rückgang der festgestellten Übertretungen gegenüber 1996 um mehr als 10 Prozent.

20 Prozent weniger Anzeigen - 10 Prozent mehr Beratungen

Die Zahl der Strafanzeigen, die 1997 von der Arbeitsinspektion
gegen die Verantwortlichen in den Betrieben erstattet werden mussten, ist sogar um über 20 Prozent auf etwa 2.000 zurückgegangen. Nur jede vierzigste Beanstandung wurde somit angezeigt.

"Das verdeutlicht, dass die Arbeitsinspektion vor allem durch
ein verstärktes Beratungs- und Serviceangebot und nicht durch Strafen ein hohes Schutzniveau in den Betrieben fördert", betont die Leiterin des Zentral-Arbeitsinspektorates, Sektionschefin Dr. Eva-Elisabeth Szymanski und legt Wert auf die Feststellung, dass rund 15.000 unterstützende Beratungen durchgeführt wurden, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent entspricht.

Vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger wurde im Jahr
1997 ebenfalls ein erfreulicher Rückgang bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten festgestellt. Im Vergleich zu 1996 sank die Zahl der Unfälle (ohne Wegunfälle) von 139.600 auf 121.500, die der Berufskrankheiten von 1.361 auf 1.190. Die tödlichen Unfälle gingen von 155 auf 141 zurück.

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