• 04.02.1999, 08:42:20
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  • OTS0033

Goodyear und die Sumitomo Rubber Industries Ltd. gründen globale Allianz

New York, USA (ots-PRNewswire) - Goodyear und die Sumitomo Rubber
Industries Ltd. (SRI) kündigten heute eine weitreichende globale
Allianz der beiden Unternehmen an.

Goodyear und SRI, die über die Rechte an der Marke 'Dunlop' in den
größeren Märkten der Welt verfügt, werden vier Betriebsgesellschaften
für Joint Ventures gründen, eine in Nordamerika, eine in Europa und
zwei in Japan, sowie zwei in den USA ansässige
Unterstützungsgesellschaften mit Schwerpunkt auf Synergieeffekten,
eine für den weltweiten Einkauf und eine für die gemeinsame Nutzung
der Reifentechnologie.

Das Memorandum über das gegenseitige Einvernehmen, das von Sam
Gibara, Chairman, CEO und President von Goodyear, und von Naoto
Saito, President von SRI, unterzeichnet wurde, schafft die einmalige
Gelegenheit, zwei weltweit tätige Reifenhersteller zu integrieren,
wodurch sich Synergie- und Effizienzeffekte bieten, die auf die
Produktion und bessere Distribution eines noch größeren Sortiments
von Qualitätsreifen bei niedrigeren Kosten für den Verbraucher
abzielen. Die Vereinbarung unterliegt den üblichen Sorgfaltspflichten
und der Genehmigung durch die Vorstände beider Unternehmen.

Anläßlich der Ankündigung der Vereinbarung sagte Gibara: "Die
gemeinsamen Unternehmungen unterstützen die strategischen Ziele
beider Firmen, die in der Marktführerschaft beim Wachstum und den
Kosten bestehen. Aufgrund der Joint Ventures werden beide Firmen
wettbewerbsfähiger. Außerdem werden sie ihre Leistungsstärke durch
erweiterte Markenangebote verbessern und Vorteile für die Kunden, die
Aktionäre, die Mitarbeiter und die Lieferanten schaffen." Er fügte
hinzu: "Die Spitzenproduktlinie von Goodyear profitiert auch von den
neuen Produkten und den Vertriebsschienen, die SRI in die Allianz
einbringt. Die Transaktion ist für die Erträge je Aktie von Goodyear
direkt werterhöhend. Zudem werden die Kostenreduzierungs- und
Rationalisierungseffekte in den nächsten drei Jahren bei den
Betriebsgewinnen der Joint Ventures insgesamt zu geschätzten weiteren
300-360 Millionen US-Dollar führen."

Das Zusammenführen der starken Position von SRI in Japan und ihrer
soliden Position in Europa und des anerkannten Rufs von Goodyear in
Nordamerika und Europa wird bewirken, daß die Allianz ein sehr
leistungsstarker Mitbewerber in der heißumkämpften Reifenbranche sein
wird, und beide Firmen in eine Zeit beschleunigten Wachstums führen,
verlautet aus Kreisen von SRI.

Die gemeinsamen Betriebsgesellschaften in Nordamerika und Europa
werden zu 75% Goodyear und zu 25% SRI gehören. In Japan wird SRI 75%
der zwei Joint Ventures besitzen und Goodyear 25%. Die Stimmrechte
werden im Verhältnis 70:30 aufgeteilt. Der Unterschied zwischen dem
Wert der Unternehmungen, die zusammengelegt werden, und den
vereinbarten Aktienanteilen wird ausgeglichen durch eine Barzahlung
von 936 Millionen US-Dollar, die Goodyear zu dem Zeitpunkt an SRI
zahlen wird, an dem die Joint Ventures wirksam werden.

Daneben planen beide Firmen, wechselseitig Aktien voneinander zu
erwerben, um ihre Festlegung auf die gemeinsame Geschäftsbeziehung zu
demonstrieren. Goodyear beabsichtigt, 10% der Anteile an SRI zu
erwerben, und SRI plant, Aktien von Goodyear im entsprechenden
Gegenwert in Dollar zu kaufen.

Außerdem werden die Betriebsgesellschaften von zwei Service-Joint
Ventures unterstützt. Die erste, die sich mit der gemeinsamen Nutzung
der Technologie befaßt, wird zu 51% Goodyear gehören und zu 49% SRI.
Die zweite, die für den weltweiten Einkauf bestimmt ist, wird zu 80%
Goodyear gehören und zu 20% SRI.

Zum nordamerikanischen Joint Venture werden die Reifenaktivitäten
von SRI in Nordamerika gehören, die einen Jahresumsatz von 800
Millionen US-Dollar ausmachen. Die nordamerikanische Reifengruppe von
Goodyear, zu der Kelly-Springfield und Kanada gehören, wird neben dem
Joint Venture operieren, aber durch ihre Vertriebsschienen auch eine
Schlüsselrolle dabei spielen, das Joint Venture erfolgreich zu
machen.

Zum europäischen Joint Venture werden die Reifenaktivitäten beider
Firmen in Westeuropa gehören. Der geschätzte Gesamtumsatz der neuen
europäischen Gesellschaft beträgt für 1998 4 Milliarden US-Dollar.
Durch die fortschreitende Integrierung wird das neue Joint Venture
beträchliche Betriebssynergien realisieren und auf seiner soliden
Position als Nummer zwei in Europa aufbauen.

Die Aktivitäten von Goodyear in Polen, Slowenien, der Türkei,
Marokko und Südafrika bleiben außerhalb der Allianz, ebenso wie das
europäische Chemikaliengeschäft von Goodyear in Frankreich und seine
Formungs-, Leitungs- und Gewebewerke in Luxemburg. Analog bleiben die
europäischen Aktivitäten von SRI außerhalb des Reifenbereichs wie die
Produktion und der Vertrieb von Betten, Autositzen, Präzisionsgummi
und Rädern bei der Allianz unberücksichtigt.

Für Goodyear bedeutet der Zugang zur Marke der Dunlop-Reifen in
den Wiederbeschaffungsmärkten in den USA, Kanada, Mexiko und Europa
beträchtliche zusätzliche Verkaufschancen.

In Japan werden zwei Joint Ventures gegründet. Das erste Joint
Venture wird die Hersteller von Originalausrüstung mit beiden
Reifenmarken versorgen. Das zweite wird den Wiederbeschaffungsmarkt
durch die Vertriebsschienen von SRI und Goodyear mit den Reifen von
Goodyear beliefern. Es wird erwartet, daß beide Joint Ventures zu
höheren Marktanteilen für beide Firmen führen. Das
Reifenwiederbeschaffungsgeschäft von SRI in Japan bleibt außerhalb
des Joint Venture, ebenso wie die Geschäftsbereiche von SRI, die
nicht mit dem Reifengeschäft befaßt sind, darunter der
Geschäftsbereich für Sportartikel und der für industrielle
Gummiprodukte.

Die Reifenaktivitäten und die Geschäftsbereiche von Goodyear, die
sich nicht mit Reifen befassen, in Asien und in Lateinamerika werden
weiterhin unabhängig von den Joint Ventures operieren, ebenso wie die
Reifenaktivitäten und die Geschäftsbereiche von SRI, die sich nicht
mit Reifen befassen, in Asien.

Es wird erwartet, daß die abschließenden Vereinbarungen über die
Joint Ventures im Mai unterschrieben werden. Sie unterliegen der
Genehmigung diverser regierungsamtlicher Stellen sowohl in den USA
als auch in der Europäischen Gemeinschaft. Die Joint Ventures sollen
am 1. September 1999 den Betrieb aufnehmen.

Aufgrund dieser Transaktion wird erwartet, daß sich der
konsolidierte Jahresumsatz von Goodyear um 2,5 Milliarden US-Dollar
oder 20% erhöht.

Der konsolidierte Umsatz von SRI wird zurückgehen, aber die
realisierten Synergieeffekte in Verbindung mit der erhöhten Effizienz
durch die Joint Ventures in diversen Geschäftsfeldern werden für SRI
zu einem stabilen erhöhten Gewinn führen. Dadurch wird die
finanzielle Leistungsfähigkeit von SRI verbessert und somit auch die
Leistungsfähigkeit des Unternehmens insgesamt.

"Die neue Allianz setzt Goodyear wieder auf seine führende
Position in der Reifenbranche, stärkt die führende Position von
Goodyear in Nordamerika, macht Goodyear zur deutlichen Nummer zwei in
Europa und bietet der Firma den benötigten Einstieg in den wichtigen
japanischen Automobilmarkt", sagte Gibara.

SRI kann ihr Umsatzvolumen und die Qualität der Marke 'Dunlop'
sowie den Service aufgrund der Vorteile durch die Joint Ventures
ausbauen. Die verbesserte Wettbewerbsfähigkeit bei der
Kosteneffizienz, der Produktperformance und der technischen
Entwicklung wird den Dunlop-Reifen nicht nur in den Märkten von
Japan, Nordamerika und Europa zugute kommen, sondern auch weltweit.

Letztlich ist auch die Finanzstruktur der Joint Ventures so
angelegt, daß Goodyear weiterhin über eine gute Bilanz verfügt und
seine derzeitige finanzielle Flexibilität beibehält.

Goodyear ist in Akron, Ohio, USA, ansässig. Die Firma produziert
und vermarktet Reifen für die meisten Anwendungsbereiche. Außerdem
produziert sie mehrere Produktlinien von Riemen, Schläuchen und
anderen Gummiprodukten für die Transportindustrie und diverse
industrielle und Verbrauchermärkte sowie Chemikalien für diverse
Anwendungsbereiche. 1997 betrug der Gesamtumsatz von Goodyear 13,1
Milliarden US-Dollar und der Reifenumsatz 11,9 Milliarden. Die Firma
betreibt mehr als 80 Werke in 32 Ländern und beschäftigt ungefähr
95.000 Mitarbeiter.

SRI ist in Kobe, Japan, ansässig. Die Firma produziert und
vermarktet Reifen für die meisten Anwendungsbereiche. Außerdem
produziert sie eine breite Palette von Sport- und Industrieartikeln
hauptsächlich auf Gummibasis. 1997 betrug der Gesamtumsatz 4,7
Milliarden US-Dollar und der Reifenumsatz 3,6 Milliarden. Die Firma
betreibt 28 Werke in sieben Ländern und beschäftigt ungefähr 28.000
Mitarbeiter.

ots Originaltext: Goodyear Tire & Rubber Company
Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

Rückfragen bitte an:

Luc Scheer von Goodyear, Tel.: (USA) 352-8199-2010
Web site: http://www.goodyear.com

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

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