Heinzl: Senkung der Wohnungskosten durch Zinssenkung bei Wohnbaudarlehen

Gewaltiges Einsparungspotential durch Vorschreibung des günstigsten Kreditzinssatzes für Genossenschaftsdarlehen

St. Pölten, (SPI) - "Zur Diskussion um die Verbilligung der Kosten von Genossenschaftswohnungen meldet sich der St. Pöltner Nationalrat Anton Heinzl zu Wort. "Kaum einer der frischgebackenen Bewohner einer Genossenschaftswohnung kann diese allein durch Eigenmittel finanzieren. Daher ist es üblich, daß die jeweilige Genossenschaft den Mietern nur einen bestimmten Eigenmittelbeitrag vorschreibt, der Rest wird über Kreditverträge der Genossenschaften mit deren Hausbank finanziert. Viele dieser Kreditverträge wurden noch in Zeiten abgeschlossen, als noch Kreditzinsen von bis zu 12 Prozent verlangt wurden. Dies belastet natürlich die Haushaltbudgets, zumal die Erreichung etwaiger Zinssenkungen oftmals verabsäumt wurde", stellt Heinzl fest.****

"Für eine sofortige Kostensenkung von Genossenschaftswohnungen wäre es zielführend und wohl auch organisierbar, wenn die Genossenschaften ihren Mietern jeweils den am Kapitalmarkt günstigsten Kreditzinssatz verrechnen müßten und die Genossenschaften parallel dazu angehalten wären, von ihrer Hausbank jeweils die bestmöglichen Konditionen zu erhalten. Für den Fall, daß die Hausbank diese Konditionen nicht einräumt, wäre es Sache der Genossenschaften, die Mehrbelastung zu tragen oder sich nach anderen Finanziers umzusehen. Den Mietern entstünde jedenfalls durch die Vorschreibung des günstigsten Zinssatzes ein Kostenvorteil, der mit weiteren Maßnahmen zu einer spürbaren Verbilligung von Genossenschaftswohnungen führen sollte", so Nationalrat Heinzl.

Daß vorbildliche Beispiel der St. Pöltner Wohnungsgesnossenschaft untermauert diese Forderung. Diese hat bereits im November 1998 alle 20 Banken, die mit ihr in Geschäftsbeziehungen stehen, angeschrieben und um eine freiwillige Reduktion der Kreditzinsen ersucht. "Um unserer Sorgfaltspflicht nachzukommen, sahen wir uns veranlaßt, die Konditionen unserer bestehenden Darlehen neu abzustimmen. Alle 20 Banken haben reagiert und für 1999 ihre Kreditzinsen maßgeblich gesenkt, davon werden rund 7000 Genossenschaftsmitglieder in Niederösterreich profitieren", so Direktor Willi Gelb von der St. Pöltner Wohnungsgenossenschaft.

"In Österreich wären 400.000 Familien von einer "Neuabstimmung" der Darlehen betroffen und könnten davon profitieren", so Nationalrat Heinzl. Ein Beispiel zeigt dies klar: Für eine 1983 fertiggestellte Genossenschaftswohnung wurde ein Hypothekardarlehen mit 25 Jahren Laufzeit und einem Zinssatz von 9,5 % aufgenommen. Allein der Anteil der Kreditkosten an der Miete einer 80m2 Wohnung beträgt damit monatlich 2.392,- Schilling. Würde dieser viel zu hohe Zinssatz auf 6,5 % gesenkt werden, so wäre die monatliche Kreditbelastung nur mehr 1.812,- Schilling. Damit würde sich die monatliche Kreditbelastung auch für den Mieter um 580,- Schilling reduzieren. "Derzeit werden aber bereits Hypothekardarlehen zu einem Zinssatz unter 4 % angeboten!", so Nationalrat Heinzl. "Die St. Pöltner Wohnungsgenossenschaft hat mit ihrer Aktion jedenfalls bewiesen, welche Kostenreduktionen für die Mieter möglich sind", so Direktor Willi Gelb zu diesem Beispiel.
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