• 21.01.1999, 10:33:47
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Onodi: Familienpolitische Offensive der NÖ Sozialdemokraten

Konservativen Bestrebungen mit offensiver Frauen- und Familienförderung entgegentreten

St. Pölten, (SPI) - "Die gestern Mittwoch von SPNÖ-Vorsitzenden
Minister Mag. Karl Schlögl und SPNÖ-Frauenvorsitzende Abg. Helene
Auer vorgestellten familienpolitischen Zielsetzungen kommen
rechtzeitig zu einem Zeitpunkt, wo konservative Kreise eine
Zurückdrängung der Frauen, das Wiederentstehen von familiären
Spannungsfeldern und die Wiedereinführung eines "überholten
Rollenbildes" von Mann und Frau "predigen". Das von den NÖ
Sozialdemokraten initiierte Familienpakete - so die Erhöhung des
Karenzgeldes von derzeit 5.565 auf mindestens 6.000 Schilling, die
Einführung von 2 Jahre Karenzgeld für AlleinerzieherInnen sowie die
Erhöhung der NÖ-Familienhilfe von derzeit Maximum 3.500 Schilling auf
die geforderte Höhe des Karenzgeldes von 6.000 Schilling sind
Eckpunkte für die Familien, um ein sozial abgesichertes und erfülltes
und selbstbestimmendes Leben zu führen. Um den Bezieherkreis der
Familienhilfe auszuweiten fordert die SPÖ eine längst überfällige
Anhebung des gewichteten Pro-Kopf-Einkommens und damit der
Anspruchsberechtigung", stellt die 2. Präsidentin des NÖ Landtages
und Vorsitzende der SP-Frauen St. Pölten, Abg. Heidemaria Onodi,
heute fest. Freitag findet um 9.00 Uhr am Riemerplatz eine gemeinsame
Verteilaktion des St. Pöltner SP-Frauenkomitees mit dem
SPNÖ-Frauenkomitee statt, wo der Bevölkerung diese wichtigen
Forderungen nähergebracht werden.****

Angesicht der sich ständig ändernden Herausforderungen in der
Arbeitswelt ist auch eine Flexibilisierung der Karenzzeitregelungen
ein Gebot der Stunde. Ein Recht auf Teilzeitkarenz würde Müttern und
Vätern neue Wege einer besseren Familien- und Berufsplanung eröffnen.
Die Ausdehnung der Behaltepflicht nach der Karenzzeit von derzeit 4
auf 26 Wochen und ein Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit, wie dies die
SPÖ-NÖ fordert, bedeutet eine fundamentale Verbesserung der sozial-
und arbeitsrechtlichen Absicherung von Müttern und Vätern.

"Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler der familienpolitischen Offensive
der NÖ Sozialdemokraten ist die Verbesserung der Kinderbetreuung in
Niederösterreich. Aktiv gefördert werden soll die Einrichtung von
sogenannten "Kiddy-Gruppen" für die Betreuung der Zwei- bis
Dreijährigen und eine Qualifikationsoffensive bei Tagesmüttern und
-vätern. Die bestmögliche Betreuung der Kleinsten muß uns einfach
etwas wert sein, deshalb soll es zu einer bundeseinheitlichen
Ausbildung von Tagesmüttern/vätern kommen. Einhergehend damit ist
eine Verbesserung der sozialen Absicherung der Tagesmütter und -väter
eine Forderung, die es im Sinne der in diesem Bereich Beschäftigten
zu verwirklichen gilt", so Onodi weiter.

"Für die Gemeinden soll parallel dazu die Leistungserbringung im
Bereich der Kinderbetreuung erleichtert werden. Durch die Möglichkeit
der Schaffung von "Kinderbetreuungsverbänden" sollen vor allem im
ländlichen Raum die Ressourcen besser genützt werden. Ein weiterer
Schwerpunkt ist die Bekämpfung von Gewalt jedweder Form in der
Familie. Um in akuten Notfällen erste Hilfe für Opfer der Gewalt in
der Familie zu bieten, fordert die SPÖ NÖ die Errichtung von zwei
Kriseninterventionsstellen, wobei auch das Land seinen Beitrag
leisten muß", so Abg. Onodi abschließend.
(Schluß) fa

Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ

Tel: 02742/200/2794

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