• 20.01.1999, 16:05:35
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  • OTS0242

Staatssekretär Dr. Peter Wittmann Vorsitzender des "Österreichischen Anti Doping Comite" (ÖADC)

Wien (OTS) - "Als Vorsitzender des "Österreichischen Anti Doping
Comitee" sehe ich es als meine Verpflichtung an, nicht nur mit den
derzeit zur Verfügung stehenden Mitteln gegen Doping anzukämpfen,
sondern neue Mittel einzusetzen und neue Wege in der Anti
Doping-Arbeit zu beschreiten, um dem Doping-Problem endlich
effizienter entgegenzuwirken", sagte heute der neue Vorsitzende,
Staatssekretär Dr. Peter Wittmann nach der konstituierenden Sitzung
des Comites.

Der Vorstand des ÖADC besteht neben Wittmann noch aus: 1.
Stellvertreterin, LH-Stv. Liese Prokop, 2. Stellvertreter, Dr.
Karlheinz Demel, Schriftführer, BSO-Generalsekretär Dr. Walter
Pillwein, schriftführer-Stv., Dr. Ferdinand Podkowicz, Kassier,
ÖOC-Generalsekretär Dr. Heinz Jungwirth und dessen Stellvertreter,
Mag. Gerhard Scherbaum.

Bei der heutigen Sitzung wurde die konkrete Marschrichtung
festgelegt. Wittmann: "Die Kontrollen müssen strenger durchgeführt
werden. dabei geht es um Harmonisierung in zweierlei Hinsicht.
Erstens um die Harmonisierung der weltweiten Doping-Kontrollen, z.B.
mehr unangemeldete Kontrollen, und zweitens um die weltweite
Harmonisierung der Sanktionen. Ganz wichtig ist die
Gesetzesinitiative des ÖADC in Richtung Änderung des
Arzneimittelgesetzes. Es geht uns darum, daß alle Beteiligten zur
Verantwortung gezogen werden können. Es geht also nicht nur um die
Bestrafung des gedopten Sportlers, sondern auch darum, daß ebenso
gegen alle beteiligten Personen, wie z.B. Trainer oder Ärzte
vorgegangen werden kann. Damit unsere Forderung nicht nur eine leere
Worthülse bleibt, damit diese wichtige Forderung mit echten Inhalten
versehen wird, starteten wir diese Gesetzesinitiative. Bei all
unseren Überlegungen stehen die Gesundheit der Sportler und die
Gerechtigkeit im Sport im Vordergrund", so der Staatssekretär.

Wittmann betonte nochmals die Entschlossenheit des Bundes in der
anti-Doping-Frage und verwies nochmals auf die Errichtung eines
österreichischen Anti-Doping-Labors modernster Art in Seibersdorf,
wofür der Bund bereits im Vorjahr 3,5 Millionen Schilling zur
Verfügung gestellt hat.

Der Staatssekretär unterstrich den wichtigen Schritt in Richtung
der rechtlichen Verankerung des Sports im Regelwerk der Europäischen
Union, der mit der Aufnahme eines eigenen Abschnittes zum Sport in
die Abschlußerklärung des Wiener Gipfels gelungen ist. Wittmann: "In
diesem Abschnitt ist der Kampf gegen Doping ein dezertierter Punkt.
Sowohl auf nationaler auls auch auf europäischer Ebene wird die
Bekämpfung des Dopings verstärkt werden".

Der Staatssekretär wird am 3. Februar 1999 auf der
Anti-Doping-Weltkonferenz in Lausanne als Redner über diese
Themenbereiche referieren.

Rückfragehinweis: Hari Schörner,
Tel.: 01/531 15/2783

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