Hochwasser-Rückhaltebecken in Katzelsdorf betriebsfähig

Nur Betriebsgebäude fehlt noch zur Anlage

St.Pölten (NLK) - Das 1,6 Millionen Kubikmeter fassende Hochwasser-Rückhaltebecken der Leitha in Katzelsdorf, Bezirk Wiener Neustadt, ist betriebsfähig und könnte jederzeit "einspringen". Nur ein Betriebsgebäude fehlt noch, mit dessen Bau aber in Kürze begonnen wird. Das Rückhaltebecken kann jedoch jetzt schon "handgesteuert" geregelt werden, wenn die Fluten der Schwarza, der Pitten und ihrer Vereinigung, der Leitha, ein drastisches Eingreifen notwendig machen. Die rund 123 Millionen Schilling kostende Anlage bietet damit den Anrainergemeinden der Leitha Schutz auch vor extremen Hochwässern, zumal knapp flußabwärts in Lichtenwörth ein weiteres Rückhaltebecken mit 2,17 Millionen Kubikmeter Fassungsvermögen zur Verfügung steht. Dieses Becken in Lichtenwörth mußte 1994 wegen der Unterströmung eines Dammes durch eine dichte Schmalwand saniert werden, ist aber seither voll betriebsfähig.

Das Rückhaltebecken in Katzelsdorf wird ab 225 Kubikmeter Wasser-Durchflußmenge pro Sekunde in Betrieb genommen, jenes in Lichtenwörth ab 215 Kubikmeter. Vom jetzt noch fehlenden, rund zwei Millionen Schilling kostenden Betriebsgebäude sollen die Einsätze der Rückhaltebecken in Katzelsdorf und in Lichtenwörth gemeinsam gesteuert werden, damit im Ernstfall ein möglichst kooperatives Vorgehen erreicht wird. Damit ist der Schutz vor Hochwässern bis zur Staatsgrenze nach Ungarn gesichert.

Die Arbeiten für den Bau des Rückhaltebeckens in Katzelsdorf wurden 1995 begonnen. Wegen der Größe des Auftrages mußte die Ausschreibung europaweit erfolgen. Erd- und Abdichtungsarbeiten und die abdichtende Schmalwand, der Einbau einer Klappenwehr und das Auslaufbauwerk nahe der Bahnlinie Wiener Neustadt - Mattersburg folgten. Finanziert wurde das Hochwasser-Rückhaltebecken in Katzelsdorf vom Bund und von den Leitha-Anrainergemeinden.

Die Hochwässer der Schwarza, Pitten und Leitha wurden von den Anrainern gefürchtet. Immer wieder kam es zu Überschwemmungen. Dramatisch wurde die Lage oft in Zillingdorf, wo die Warme Fischa bis auf wenige Meter an die Leitha herankommt.

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