Rotes Kreuz/Österreich Österreich: Vom richtigen Umgang mit Medikamenten

Wien (ÖRK) - Es gibt sie als Tabletten, Pulver oder Säfte und sie sollen Krankheiten heilen und Beschwerden lindern. Viele Menschen, zum Beispiel Herzinfarkt-Patienten, wären ohne die regelmäßige Einnahme von Medikamenten gar nicht mehr am Leben. "Medikamente sind richtig angewendet eine große Hilfe", sagt OA Dr.Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz. "Sie können aber auch gefährlich werden. Unsachgemäß angewendet können sie der Gesundheit schaden oder abhängig machen."

Die Behandlung aus der eigenen Hausapotheke - unter dem Motto "Nimm das, es hat mir damals auch geholfen" - ist laut Feinböck zu unterlassen: "Wenn ein Arzt einer bestimmten Person Medikamente für ein bestimmtes Leiden verschrieben hat, bedeutet das nicht, daß das Medikament auch bei anderen Personen angewendet werden darf. Es ist Sache eines Arztes, festzustellen, wer welches Medikament wann, wie und in welcher Dosis zu sich nehmen kann."

Um jedes Risiko bei der Einnahme auszuschließen, sollte der Beipackzettel immer beim Arzneimittel bleiben. Wer in der Nacht im Dunkeln nach Tabletten greift, kann leicht zur falschen Packung greifen, also lieber Licht einschalten. Das Beachten der Einnahmevorschriften, z.B. vor oder nach dem Essen, ist wichtig, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Während einer Schwangerschaft oder in der Stillperiode dürfen zahlreiche Medikamente nicht eingenommen werden. Vorsicht ist auch bei der Kombination bestimmter Medikamente geboten. Feinböck: "Wer von mehreren Ärzten behandelt wird, sollte immer alle eingenommenen Medikamente angeben, damit es nicht zu unerwünschten Wechselwirkungen kommt." Autofahrer sollten bedenken, daß die Fahrtauglichkeit durch Medikamente beeinträchtigt werden kann.

Schlußendlich haben auch Medikamente ein Ablaufdatum. Die Hausapotheke sollte einmal jährlich überprüft werden. "Abgelaufene Medikamente dürfen nicht mehr verwendet werden. Sie werden in jeder Apotheke zurückgenommen. Auf keinen Fall gehören sie in den Hausmüll, sie sind Sondermüll", sagt Feinböck.

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ÖRK Gesundheitsredaktion
Mag.Bernhard Jany
Tel.: 01/589 00-151
18. Jänner 1999

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