• 18.01.1999, 08:44:25
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Rotes Kreuz/Österreich Österreich: Vom richtigen Umgang mit Medikamenten=

Wien (ÖRK) - Es gibt sie als Tabletten, Pulver oder Säfte und sie
sollen Krankheiten heilen und Beschwerden lindern. Viele Menschen,
zum Beispiel Herzinfarkt-Patienten, wären ohne die regelmäßige
Einnahme von Medikamenten gar nicht mehr am Leben. "Medikamente sind
richtig angewendet eine große Hilfe", sagt OA Dr.Christian Feinböck
vom Österreichischen Roten Kreuz. "Sie können aber auch gefährlich
werden. Unsachgemäß angewendet können sie der Gesundheit schaden oder
abhängig machen."

Die Behandlung aus der eigenen Hausapotheke - unter dem Motto "Nimm
das, es hat mir damals auch geholfen" - ist laut Feinböck zu
unterlassen: "Wenn ein Arzt einer bestimmten Person Medikamente für
ein bestimmtes Leiden verschrieben hat, bedeutet das nicht, daß das
Medikament auch bei anderen Personen angewendet werden darf. Es ist
Sache eines Arztes, festzustellen, wer welches Medikament wann, wie
und in welcher Dosis zu sich nehmen kann."

Um jedes Risiko bei der Einnahme auszuschließen, sollte der
Beipackzettel immer beim Arzneimittel bleiben. Wer in der Nacht im
Dunkeln nach Tabletten greift, kann leicht zur falschen Packung
greifen, also lieber Licht einschalten. Das Beachten der
Einnahmevorschriften, z.B. vor oder nach dem Essen, ist wichtig, um
die gewünschte Wirkung zu erzielen. Während einer Schwangerschaft
oder in der Stillperiode dürfen zahlreiche Medikamente nicht
eingenommen werden. Vorsicht ist auch bei der Kombination bestimmter
Medikamente geboten. Feinböck: "Wer von mehreren Ärzten behandelt
wird, sollte immer alle eingenommenen Medikamente angeben, damit es
nicht zu unerwünschten Wechselwirkungen kommt." Autofahrer sollten
bedenken, daß die Fahrtauglichkeit durch Medikamente beeinträchtigt
werden kann.

Schlußendlich haben auch Medikamente ein Ablaufdatum. Die
Hausapotheke sollte einmal jährlich überprüft werden. "Abgelaufene
Medikamente dürfen nicht mehr verwendet werden. Sie werden in jeder
Apotheke zurückgenommen. Auf keinen Fall gehören sie in den Hausmüll,
sie sind Sondermüll", sagt Feinböck.

Rückfragehinweis:
ÖRK Gesundheitsredaktion
Mag.Bernhard Jany
Tel.: 01/589 00-151
18. Jänner 1999

Rückfragehinweis: Österr. Rotes Kreuz

Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151

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