• 14.01.1999, 12:24:07
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  • OTS0162

Neue Epoche in der Fahrzeugfertigung: Serienanlauf des neuen Jeep Grand Cherokee

Graz (OTS) - Das Jahr 1999 beginnt für die Steyr-Daimler-Puch
Fahrzeugtechnik in Graz mit einer neuen Epoche in ihrer
traditionsreichen Automobilproduktion: Heute, am 14. Jänner 1999,
wird die Serienproduktion des neuen Jeep Grand Cherokee offiziell
aufgenommen.

Dieser Produktionsstart hat für Steyr-Daimler-Puch auch aus
historischer Sicht einen besonderen Stellenwert: Das Grazer Werk,
1899 von Johann Puch gegründet, feiert heuer sein 100jähriges
Bestehen!

Der Serienanlauf erfolgt knapp drei Monate, nachdem das letzte
Fahrzeug des Vorgängermodells vom Band lief. Vom bisherigen Jeep
Grand Cherokee hat Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik in der mit
Chrysler vereinbarten Produktionszeit von vier Jahren (4. Oktober
1994 bis 22. Oktober 1998) insgesamt 107.367 Serienfahrzeuge
gefertigt.

Hier die wichtigsten wirtschaftlichen und technischen Eckdaten des
neuen Fahrzeugprojektes:

* Die Fertigung des neuen Jeep Grand Cherokee in Graz wurde über
eine Laufzeit von sechs Jahren vereinbart und dauert somit bis
Jahresende 2004.

* Der Gesamtumsatz über die Vertragslaufzeit wird in der
Größenordnung von rund 10 Milliarden Schilling liegen.

* Derzeit wird die Produktion hochgefahren, um Mitte Februar die
vorläufig festgelegte Höchststückzahl von 176 Fahrzeuge pro Tag im
Zweischichtbetrieb zu erreichen.

* Nach Erreichen dieser Stückzahl werden im Jeep-Bereich rund 1200
Mitarbeiter/innen beschäftigt sein, nahezu ein Viertel der
Gesamtbelegschaft der Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik von rund
4.900 Mitarbeiter/innen.

* Die neue Produktionskapazität im Jeep-Bereich wurde auf 65.000
Fahrzeuge pro Jahr im Zweischichtbetrieb ausgelegt. Das bedeutet eine
Verdoppelung der bisherigen Kapazität.

* Die Umstellung der gesamten Fertigungsanlagen im Rohbau und in
der Montage vom bisherigen auf das neue Modell wurde innerhalb von
nur sechs Monaten und zum Teil bei laufender Produktion unter
strikter Einhaltung aller Qualitätsvorgaben bewältigt.

* Parallel zum Aus- und Umbau des Rohbaues und der Montage in der
Jeep-Fertigung wurde eine völlig neue Lackieranlage errichtet, mit
der die Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik in eine neue
Lackierdimension vorstößt, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar
schien: In der neuen Anlage können bei Vollauslastung
(Dreischicht-Betrieb) bis zu 150.000 Fahrzeugkarossen pro Jahr
umweltschonend lackiert werden. Dieses Großprojekt, übrigens das
größte Einzelbauvorhaben in der Geschichte des Unternehmens seit
1945, ging am 19. November vorigen Jahres planmäßig in Betrieb.

* Die Gesamtinvestitionen für die neue Lackiererei und für die
Erweiterung der Jeep-Fertigung belaufen sich auf rund 1,9 Milliarden
Schilling.

* Für den neuen Jeep Grand Cherokee wurde im Vergleich zumm
Vorgängermodell der europäische bzw. österreichische Zulieferanteil
erhöht. U. a. werden nunmehr große Karosserieteile (Dach,
Seitenwände, vordere Kotflügel) nicht mehr aus den USA, sondern aus
dem neuen Magna Heavy Stamping-Werk in Albersdorf bei Gleisdorf
angeliefert. Von insgesamt 380 Zulieferfirmen sind derzeit 37
europäische, davon 11 österreichische, für den Grazer Jeep Grand
Cherokee tätig. Die größten Lieferumfänge aus Österreich betreffen,
neben den erwähnten Karosserieteilen, die Sitze (Johnson Controls)
und Achsen (Dana).

(Siehe auch APA/OTS-BILD - www.ots.apa.at/file-service/cherokee.htm)

Rückfragehinweis: Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik
Herfried Teschl, Tel.: 0316/404-2911

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