Jobinitiative für ältere Arbeitslose

LH Pröll: Comeback soll Signal setzen

St.Pölten (NLK) - "Es ist tragisch für den Einzelnen und ein Verlust für das Land, wenn Menschen, die noch sehr viel leisten können und leisten wollen, das Gefühl haben müssen, zum alten Eisen zu gehören und nicht mehr gebraucht zu werden", betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll in der Radiosendung "Forum NÖ". Nachdem Niederösterreich mit seinen Arbeitsmarktdaten bereits an der vierten Stelle unter den europäischen Regionen liegt, soll nunmehr 1999 auch bei der Problemgruppe der über 50jährigen eine Trendumkehr erreicht werden. Im Rahmen der erfolgreich praktizierten Pröll-Prokop-Jobinitiative wird die neue Aktion "Comeback" gestartet, für die das Land heuer 10 Millionen Schilling bereitstellt. Pröll:
"Wir wollen damit auch ein Signal setzen, nämlich bewußt machen, daß es sich rechnet, älteren Arbeitnehmern eine Chance zu geben. Sie sind zwar etwas teurer, bringen aber sehr viel mit: Erfahrung, Wissen, Engagement. Darauf wollen wir nicht verzichten!"

In der Praxis sieht die neue Aktion für Betriebe, die zusätzlich Arbeitslose über 50 Jahre einstellen, neun Monate lang einen Lohnkostenzuschuß von monatlich 3.000 bis 7.000 Schilling vor. Außerdem werden zwei weitere Beschäftigungsinitiativen für ältere Arbeitslose - "Initiative 50" und "Job 2000" - um 11 Millionen Schilling aufgestockt. Das bedeutet, daß das Land heuer um 11 Millionen Schilling mehr für diesen Bereich der Arbeitsmarktpolitik ausgibt. Hinter den Zahlen stecken Einzel- und Familienschicksale", stellt Pröll dazu fest.

Der Landeshauptmann verwies in diesem Zusammenhang auch auf die gute Ausgangsposition in Niederösterreich. Das Wirtschaftsforschungsinstitut bescheinige dem Land das stärkste Wirtschaftswachstum aller Bundesländer. Die Rekordmarke von 512.000 Beschäftigten im Jahresschnitt 1998 bedeutet gegenüber 1997 ein Plus von 6.000 oder 1,2 Prozent. Bei der Jugendbeschäftigung liegt Niederösterreich europaweit an der Spitze, die Zahl der Arbeitslosen unter 25 ist gegenüber 1997 um 10 Prozent zurückgegangen. Entgegen dem Bundestrend wurde zuletzt auch ein Sinken der Frauenarbeitslosigkeit festgestellt.

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