Gesetzliche Neuregelung bestätigt Mehrwertsteuerfreiheit für Goldanlagemünzen Preiserhöhung bei Gold-Sondergendenkmünzen laufender Serien noch nicht wirksam

Wien (OTS) - Die per 1.1.1999 in Kraft tretende Änderung des Umsatzsteuergesetzes hinsichtlich der Besteuerung von Goldmünzen hat für die österreichischen Münzen unterschiedliche Auswirkungen. Gewinner bei dieser Gesetzesänderung sind die österreichische Parademünze "Wiener Philharmoniker", die traditionsreichen Handels-goldmünzen und die Goldbarren, deren Mehrwertssteuerfreiheit nun auch für die Zukunft durch EU-Recht abgesichert ist. Wesentliches Kriterium für die Neuregelung ist die Definition, daß es sich bei einem Marktwert, der jenen des Goldgehaltes um nicht mehr als 80 % übersteigt, um mehrwertsteuerfreies Anlagegold handelt. Durch diese Neuregelung ist nun sichergestellt, daß die europäische Marktführer-schaft des "Wiener Philharmoniker² auch nach der Umstellung auf Euro durch keine steuerliche Belastung beeinträchtigt wird.

Unerfreulich sind hingegen die Auswirkungen der neuen Gesetzeslage auf die österreichischen Sondergedenkmünzen: Der eingangs angeführte Passus macht diese Münzen nunmehr steuerpflichtig und zwar mit einem Steuersatz von 20 % - im Gegensatz zu den Silbermünzen, wo der Steuersatz derzeit im Regelfall nur 10 % beträgt. Hievon nicht betroffen sind allerdings die beiden Goldausgabe= n im Rahmen der Serie "Wiener Musiklegenden" und "Schicksale im Hause Habsburg" -also die 500-Schilling-Goldmünze "Johann Strauß - Vater und Sohn" sowie die 1000-Schilling-Goldmünze "Kaiser Karl I.", die im kommenden Jahr erscheinen werden.

Was die weitere Ausgabe von Sondergedenkmünzen ab dem Jahre 2000 anbelangt, hat die Münze Österreich im Hinblick auf die bevorstehende Währungsumstellung bereits seit längerer Zeit eine Adaption ihrer Ausgabenpolitik in Abstimmung auf die Eurowährung vorgesehen, wobei natürlich die ab dann europaweit geltende Mehwertssteuerregelung eines der Einflußkriterien darstellt. Wien, am 22. Dezember 1998

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