Georg Hainzl bilanziert im Exklusiv-Interview das Lassing-Drama

Der gerettete Kumpel spricht erstmals über sein "zweites Leben" - Vorausmeldung zu NEWS Nr. 52/98 - 23.11.1998

Wien (OTS) - In einem Exklusiv-Interview mit der morgen erscheinenden Ausgabe von NEWS zieht der Lassinger Bergmann Georg Hainzl Bilanz über die dramatischen Ereignisse vom Juli 1998. Fünf Monate nach seiner Rettung laboriert der 24jährige immer noch an den Unglücksfolgen. Psychisch und physisch. Hainzl, der weiterhin im Krankenstand ist, über seine Probleme: "Mit den Füßen haut's immer noch nicht hin. Da ist Bindegewebe gerissen und die Nervenstränge haben wegen der Unterkühlung was abbekommen."

Hainzl, dessen Freundin Susi im Februar 1999 ein Baby erwartet, wird demnächst nach Liezen umziehen, wo ihm eine Gemeindewohnung zur Verfügung gestellt wurde. Allerdings mit Hindernissen: Weil der Bergmann zum Zeitpunkt seiner Verschüttung einen vorgeschriebenen Termin beim Gemeindeamt nicht "einhalten" konnte, wäre die Wohnung beinahe an jemanden anderen vergeben worden.

Auch psychisch laboriert der Lassinger weiterhin an den Folgen der Verschüttung. "Kein Tag vergeht, an dem ich nicht an die zehn denk".

Den Medienrummel rund um seine Person dürfte Heinzl bereits verkraftet haben. Über jene horrenden Summen, die ihm für Interviews angeboten wurden, sagte der Bergmann heute: "Ich könnte mich aus Lassing schleichen, hätte ich das Geld genommen. Sogar der Herbert Fux, von den Grünen Salzburg, ist plötzlich zu uns gekommen und hat mir gesagt, ich soll das viele Geld nehmen und meine Geschichte erzählen."

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