- 19.11.1998, 10:50:58
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ARBÖ: Bett gegen Lenkrad tauschen
Wien (ARBÖ) - Fieber, Schnupfen, Halsschmerzen & Co. haben
wieder Hochsaison. Die ARBÖ- Verkehrsmediziner warnen davor, einen
grippalen Infekt auf die leichte Schulter zu nehmen. Besser ist,
sich ein paar Tage auskurieren. "Mit Medikamenten vollgepumpt
hinterm Lenkrad zu sitzen, ist sicher die schlechteste Therapie",
ist Prof. Prim. Dr. Josef Nagler überzeugt.
"Ein grippaler Infekt ist eine Viruserkrankung mit all ihren
Gefahren und der Neigung zu Komplikationen von Seiten der Atemwege
und des Kreislaufes", betont ARBÖ-Verkehrsmediziner Dr. Nagler.
"Wer daran erkrankt, sollte in jedem Fall ein paar Tage im Bett
bleiben."
Zum Thema "Medikamente und Autofahren" meint der ARBÖ-
Verkehrsmediziner: "Schätzungsweise ein Viertel aller Arzneimittel
kann die Verkehrssicherheit des Fahrers herabsetzen. Das bedeutet
allerdings nicht, daß Autofahrer gar keine Medikamente einnehmen
dürfen. Im Gegenteil - in vielen Fällen verhindern Medikamente
krankheitsbedingte Ausfallserscheinungen und tragen so zur
Verbesserung der Fahrleistung kranker Autofahrer bei. Allerdings
sollte man hier keinesfalls zur Selbstdiagnose schreiten." Der
ARBÖ-Verkehrsmediziner empfiehlt dringend, den Arzt aufzusuchen
oder zumindest den Beipackzettel in der Medikamentenschachtel zu
lesen.
Von antibiotischen Präparaten rät Prof. Prim. Nagler vorerst
ab. Diese sind gegen Viren unwirksam und sollten für eventuell
auftretende Komplikationen, wie eine zusätzliche bakterielle
Infektion vorbehalten sein. Auch mit alkoholischen Getränken -
beispielweise dem bei Erkältungen so beliebten Glühwein - sollte
man bei Fieber sehr vorsichtig sein, da sie eher den Kreislauf
belasten als daß sie nützlich sind.
"In der Regel sollten akut erkrankte Personen jedoch besser
kein Fahrzeug lenken", warnt der ARBÖ-Verkehrsmediziner. "Da die
Grippe eine akute Erkrankung ist, gehört auch sie ordentlich -
sprich daheim im Bett - auskuriert."
Rückfragehinweis: ARBÖ Presse
Tel.: (01) 89121-244
e-mail: [email protected]
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