Holender will Staats- und Volksopernballett fusionieren

Kritik an Menthas Plänen

Wien (OTS) - Staatsopersndirektor Ioan Holender will die Ballett-Gruppen von Staats- und Volksoper fusionieren, um Kosten zu sparen und Synergien zu schaffen. Holender in einem Interview für die morgen erscheinende Ausgabe des Wochenmagazins NEWS: "Die Staatsoperntänzer fühlen sich unterfordert, aber Wien hat nicht genügend Ballettpublikum, um die Compagnie genügend zu beschäftigen, noch ist das Haus für diese Kunstform gebaut. In der Volksoper könnte die gemeinsame Truppe klassische Ballettabende betreiben und auch an den Operettenaufführungen mitwirken. Herr Mentha hat im Volksopernballett viele Kündigungen ausgesprochen, weitere müßte es im Fall der Zusammenlegung nicht geben."

Mit Kritik bedenkt Holender in NEWS Menthas Pläne, in der Volksoper Tanztheater zu zeigen: "Diese Idee halte ich für nicht sinnvoll. Davon gibt es in dieser Stadt genug. Die Zusammenlegung der Truppen brächte nur Vorteile, zumal die Budgets ja nicht größer werden und ich mich frage, wie Mentha die von ihm angekündigte zweite Spielstätte finanzieren will. Von meinem Budget geht jedenfalls nichts ab."

Auf Kritik Menthas, den angeblichen monumentalen Staatsopernspielplan betreffend antwortet Holender in NEWS: "Wenn die Zitate stimmen, sind sie stupide. Der Nachfolger von Herrn Bachler soll in der Volksoper erst etwas schaffen und sich besser um die dortige Dramaturgie kümmern. Bedauerlich und teuer wäre es nur, wenn der für beide bewährte Künstleraustausch zwischen unseren Häusern nicht mehr stattfände."

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