- 18.11.1998, 12:25:57
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Holender will Staats- und Volksopernballett fusionieren
Kritik an Menthas Plänen
Wien (OTS) - Staatsopersndirektor Ioan Holender will die
Ballett-Gruppen von Staats- und Volksoper fusionieren, um Kosten zu
sparen und Synergien zu schaffen. Holender in einem Interview für die
morgen erscheinende Ausgabe des Wochenmagazins NEWS: "Die
Staatsoperntänzer fühlen sich unterfordert, aber Wien hat nicht
genügend Ballettpublikum, um die Compagnie genügend zu beschäftigen,
noch ist das Haus für diese Kunstform gebaut. In der Volksoper könnte
die gemeinsame Truppe klassische Ballettabende betreiben und auch an
den Operettenaufführungen mitwirken. Herr Mentha hat im
Volksopernballett viele Kündigungen ausgesprochen, weitere müßte es
im Fall der Zusammenlegung nicht geben."
Mit Kritik bedenkt Holender in NEWS Menthas Pläne, in der
Volksoper Tanztheater zu zeigen: "Diese Idee halte ich für nicht
sinnvoll. Davon gibt es in dieser Stadt genug. Die Zusammenlegung der
Truppen brächte nur Vorteile, zumal die Budgets ja nicht größer
werden und ich mich frage, wie Mentha die von ihm angekündigte zweite
Spielstätte finanzieren will. Von meinem Budget geht jedenfalls
nichts ab."
Auf Kritik Menthas, den angeblichen monumentalen
Staatsopernspielplan betreffend antwortet Holender in NEWS: "Wenn die
Zitate stimmen, sind sie stupide. Der Nachfolger von Herrn Bachler
soll in der Volksoper erst etwas schaffen und sich besser um die
dortige Dramaturgie kümmern. Bedauerlich und teuer wäre es nur, wenn
der für beide bewährte Künstleraustausch zwischen unseren Häusern
nicht mehr stattfände."
Rückfragehinweis: NEWS Chefredaktion
Tel. 213 12/101
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