Wirtschaftlich und umweltfreundlich

LH Pröll eröffnete Biogasanlage des IFA Tulln

St.Pölten (NLK) - "Die hohen Erwartungen, die wir im September
1994 mit der Eröffnung des Interuniversitären Forschungsinstitutes für Agrarbiotechnologie (IFA) in Tulln verbunden haben, wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen, und heute wird wieder ein sehr wichtiger Schritt gesetzt." Das erklärte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern bei der Eröffnung einer modernen Biogasanlage auf dem Gelände des Institutes. Das IFA wird sich damit künftig rund eine Million Schilling pro Jahr an Energiekosten für Heizung- und Warmwasserbereitung ersparen, wie der Leiter des IFA, Prof. Dr. Peter Ruckenbauer betonte, gleichzeitig steht die Pilotanlage, die biologische Abfälle, vor allem die Gülle aus dem Rinderstall des Institutes, verarbeitet, als Vorzeigeanlage für interessierte Gemeinden und private Betreiber zur Verfügung.
Aufgabe der Politik, so Landeshauptmann Dr. Pröll, sei es, die entsprechenden Rahmenbedingungen für diese umweltfreundliche Technologie zu schaffen. Es gebe dafür gerade in letzter Zeit, etwa in der Diskussion um die Steuerreform, vielversprechende Ansätze. Die Biogastechnologie kann wertvolle Beiträge zum Schutz des Klimas und der Umwelt leisten. Sie reduziert die Entstehung von Treibhausgasen, vermindert die Geruchsbelästigung durch organische Abfälle, trägt zur Einsparung von Dünger bei und ersetzt fossile Energieträger. Durch den verminderten Ausstoß von Treibhausgasen, wie z.B. Kohlendioxid, Methan und Lachgas wird eine Klimaverbesserung erreicht. Wenn biogene Stoffe für die Energieproduktion genutzt werden, wird im Gegensatz zur Verbrennung von fossilen Energieträgern kein zusätzliches CO2 freigesetzt. Die Vergärung organischer Abfälle, wie Klärschlamm bei kommunalen Kläranlagen oder Gülle aus dem Bereich der Tierhaltung bei landwirtschaftlichen Biogasanlagen, dient somit sowohl zur Entlastung der Umwelt als auch zur Erzeugung von Energie in Form von Wärme und Strom aus dem gewonnen Biogas mittels Gasmotoren.
Die Anlage in Tulln befindet sich derzeit im Anfahrbetrieb und produziert bei einer Zugabe von derzeit ca. 3 m3 Gülle und ca. 10 Prozent Plasma als Cosubstrat bereits ca. 80 m3 Biogas. dies entspricht einer Tagesproduktion von ca. 250 kWh thermischer Energie, bzw. ca. 47 m3 Erdgas. Bei Vollbetrieb können ca. 150 m3 Biogas produziert werden, was einer Tagesproduktion von ca. 520 kWh thermischer Energie bzw. ca. 89 m3 Erdgas entspricht.

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