• 18.11.1998, 11:46:03
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  • OTS0127

Wirtschaftlich und umweltfreundlich

LH Pröll eröffnete Biogasanlage des IFA Tulln

St.Pölten (NLK) - "Die hohen Erwartungen, die wir im September
1994 mit der Eröffnung des Interuniversitären Forschungsinstitutes
für Agrarbiotechnologie (IFA) in Tulln verbunden haben, wurden nicht
nur erfüllt, sondern übertroffen, und heute wird wieder ein sehr
wichtiger Schritt gesetzt." Das erklärte Landeshauptmann Dr. Erwin
Pröll gestern bei der Eröffnung einer modernen Biogasanlage auf dem
Gelände des Institutes. Das IFA wird sich damit künftig rund eine
Million Schilling pro Jahr an Energiekosten für Heizung- und
Warmwasserbereitung ersparen, wie der Leiter des IFA, Prof. Dr. Peter
Ruckenbauer betonte, gleichzeitig steht die Pilotanlage, die
biologische Abfälle, vor allem die Gülle aus dem Rinderstall des
Institutes, verarbeitet, als Vorzeigeanlage für interessierte
Gemeinden und private Betreiber zur Verfügung.
Aufgabe der Politik, so Landeshauptmann Dr. Pröll, sei es, die
entsprechenden Rahmenbedingungen für diese umweltfreundliche
Technologie zu schaffen. Es gebe dafür gerade in letzter Zeit, etwa
in der Diskussion um die Steuerreform, vielversprechende Ansätze.
Die Biogastechnologie kann wertvolle Beiträge zum Schutz des Klimas
und der Umwelt leisten. Sie reduziert die Entstehung von
Treibhausgasen, vermindert die Geruchsbelästigung durch organische
Abfälle, trägt zur Einsparung von Dünger bei und ersetzt fossile
Energieträger. Durch den verminderten Ausstoß von Treibhausgasen, wie
z.B. Kohlendioxid, Methan und Lachgas wird eine Klimaverbesserung
erreicht. Wenn biogene Stoffe für die Energieproduktion genutzt
werden, wird im Gegensatz zur Verbrennung von fossilen Energieträgern
kein zusätzliches CO2 freigesetzt. Die Vergärung organischer Abfälle,
wie Klärschlamm bei kommunalen Kläranlagen oder Gülle aus dem Bereich
der Tierhaltung bei landwirtschaftlichen Biogasanlagen, dient somit
sowohl zur Entlastung der Umwelt als auch zur Erzeugung von Energie
in Form von Wärme und Strom aus dem gewonnen Biogas mittels
Gasmotoren.
Die Anlage in Tulln befindet sich derzeit im Anfahrbetrieb und
produziert bei einer Zugabe von derzeit ca. 3 m3 Gülle und ca. 10
Prozent Plasma als Cosubstrat bereits ca. 80 m3 Biogas. dies
entspricht einer Tagesproduktion von ca. 250 kWh thermischer Energie,
bzw. ca. 47 m3 Erdgas. Bei Vollbetrieb können ca. 150 m3 Biogas
produziert werden, was einer Tagesproduktion von ca. 520 kWh
thermischer Energie bzw. ca. 89 m3 Erdgas entspricht.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2180

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