Gewerbeverein: Blue Danube Radio, GI Weis und die aggressive Mini-Minderheit.

Wien (OTS) - ORF-GI Weis scheint mit seiner Medienpolitik rund um Blue Danube Radio (BDR) sichtlich in Schwierigkeiten zu kommen - so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) in einer Presseaussendung.

Die Protagonisten von BDR - zu denen aus wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Motiven auch der ÖGV zählt - als eine "besonders aggressive, lautstarke Mini-Minderheit" zu bezeichnen - so agiert man nur in Bedrängnis.

- Gerade der höchste Repräsentant des ORF sollte ein kultiviertes Hörerpublikum dann nicht als "besonders aggressiv" bezeichnen, wenn er einer Anstalt vorsteht, die aufgrund einer Studie des Boltzmann-Institutes für empirische Sozialforschung im TV-Bereich mit einem beachtlichen Anteil von fast sechs Prozent an Aggressionsdarstellungen am Gesamtprogramm aufwarten kann.

- Zu dem Unsinn, eine Gruppierung als "Mini-Minderheit" zu bezeichnen, rotiert Karl Kraus gerade in seiner letzten Ruhestätte.

- Grundsätzlich sollte aber der "Presse"-Kommentar seines Vorvorgängers Gerd Bacher - in TV-Analogie - Herrn Weis zum Denken anregen: "Die Anspruchsvollen erst in der Schlafenszeit zu bedienen, ist auch eine Art von Kulturverweigerung" Bezogen auf BDR bedeutet dies: Die anspruchsvollen BDR-Hörer mit einem - wie kolportiert -Heavy-Metal-Kontrastprogramm zu vergraulen, ist ja wohl keine kulturelle Glanzleistung.

- Herr Weis möge darüberhinaus zur Kenntnis nehmen, daß er sich bei einem Gebühren-Sender sehr wohl um Minderheiten zu kümmern hat. Andernfalls frägt man sich, warum er sich als "Quotenjäger" nicht für die Thoma-Nachfolge bei RTL beworben hat?

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