• 18.11.1998, 11:25:15
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  • OTS0108

Gewerbeverein: Blue Danube Radio, GI Weis und die aggressive Mini-Minderheit.=

Wien (OTS) -ORF-GI Weis scheint mit seiner Medienpolitik rund um
Blue Danube Radio (BDR) sichtlich in Schwierigkeiten zu kommen - so
der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) in einer Presseaussendung.

Die Protagonisten von BDR - zu denen aus wirtschafts- und
gesellschaftspolitischen Motiven auch der ÖGV zählt - als eine
"besonders aggressive, lautstarke Mini-Minderheit" zu bezeichnen - so
agiert man nur in Bedrängnis.

- Gerade der höchste Repräsentant des ORF sollte ein kultiviertes
Hörerpublikum dann nicht als "besonders aggressiv" bezeichnen, wenn
er einer Anstalt vorsteht, die aufgrund einer Studie des
Boltzmann-Institutes für empirische Sozialforschung im TV-Bereich mit
einem beachtlichen Anteil von fast sechs Prozent an
Aggressionsdarstellungen am Gesamtprogramm aufwarten kann.

- Zu dem Unsinn, eine Gruppierung als "Mini-Minderheit" zu
bezeichnen, rotiert Karl Kraus gerade in seiner letzten Ruhestätte.

- Grundsätzlich sollte aber der "Presse"-Kommentar seines
Vorvorgängers Gerd Bacher - in TV-Analogie - Herrn Weis zum Denken
anregen: "Die Anspruchsvollen erst in der Schlafenszeit zu bedienen,
ist auch eine Art von Kulturverweigerung" Bezogen auf BDR bedeutet
dies: Die anspruchsvollen BDR-Hörer mit einem - wie kolportiert -
Heavy-Metal-Kontrastprogramm zu vergraulen, ist ja wohl keine
kulturelle Glanzleistung.

- Herr Weis möge darüberhinaus zur Kenntnis nehmen, daß er sich bei
einem Gebühren-Sender sehr wohl um Minderheiten zu kümmern hat.
Andernfalls frägt man sich, warum er sich als "Quotenjäger" nicht für
die Thoma-Nachfolge bei RTL beworben hat?

Rückfragehinweis: Österreichischer Gewerbeverein, Dr.Herwig Kainz,
Tel.:01-587 36 33/30, Email: oest.gewerbeverein@apanet.at

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OGV/OTS

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