Therapiewerkstätte für Taubblinde vor Eröffnung

Weitere Einrichtung in Waldschule bei Wiener Neustadt

St.Pölten (NLK) - Das Österreichische Taubblindenzentrum eröffnet am Mittwoch, 18. November, um 10 Uhr auf dem Areal der Waldschule in Wiener Neustadt eine Therapiewerkstätte. Damit wird ein weiterer wichtiger Schritt gesetzt, um für taubblinde, hör- und sehbehinderte Menschen aus ganz Österreich eine Einrichtung zu schaffen, die ihnen optimale Voraussetzungen für das Meistern ihres Schicksals bietet. Die behindertengerechte Therapiewerkstätte wurde im Juli 1997 begonnen, um den Wohnbereich und die Beschäftigung zu trennen. 1987, als der Verein gegründet wurde, stellte die NÖ Landesregierung ein Haus für vier Behinderte zur Verfügung. 1994 wurde dann der Bau eines Wohnheimes für zehn behinderte Menschen fertiggestellt. An der Eröffnung am 18. November im Föhrenwald südlich von Wiener Neustadt werden Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop, Landesrätin Traude Votruba und Bürgermeisterin Traude Dierdorf teilnehmen.

Die Taubblindheit wird vor allem auf die Rötelinfektion der Mutter während der ersten drei Schwangerschaftsmonate zurückgeführt. Die schwere Behinderung der Menschen machte verständlich, warum selbst einfache Handgriffe und Tätigkeiten nur mit viel Geduld erlernt werden. Derzeit werden im Zentrum zwölf junge Frauen aus Wien, Niederösterreich und Kärnten rund um die Uhr betreut. Je nach Begabung wird ihnen die Gebärdensprache, die Blindenschrift, die Tastsprache und die Lautsprache als Kommunikationsmöglichkeit vermittelt. Stricken, Weben, Spinnen, Knüpfen und andere handwerkliche Beschäftigungen gehören ebenfalls zum Unterricht.

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