- 13.11.1998, 11:53:50
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Handel mit der Türkei floriert
Österreichs Firmen im türkischen Kraftwerksbau erfolgreich - Staatspräsident Demirel eröffnet Wirtschaftsforum in der WKÖ
Wien (PWK) - Der türkische Staatspräsident Süleyman Demirel wird
im Rahmen seines Staatsbesuches in Österreich am Mittwoch, 18.
November, gemeinsam mit Wirtschaftskammerpräsident Leopold
Maderthaner ein österreichisch-türkisches Wirtschaftsforum in der WKÖ
eröffnen. Wirtschaftsminister Isin Celebi, Mitglied der hochrangigen
Delegation, die den Staatspräsidenten begleitet, wird über die
aktuelle Wirtschaftslage der Türkei referieren. Weitere Vorträge sind
den österreichisch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen, den Beziehungen
der Türkei zur EU sowie türkischen Energie- und
Infrastrukturprojekten gewidmet. ****
Der Außenhandel zwischen Österreich und der Türkei expandiert
kräftig, teilt Handelsdelegierter Peter Sedlmayer (Ankara) mit.
Österreichs Exporte, die 1996 ein Wachstum von 80 Prozent
verzeichneten, stiegen 1997 um weitere 30 Prozent auf 6,6 Mrd. S an.
1998 (erstes Halbjahr) setzt sich der Aufschwung mit über zwölf
Prozent fort. Auch auf der Importseite zeigt sich eine deutliche,
wenn auch schwächere Zunahme (1997: + 20 Prozent auf 4,8 Mrd.S,
I - VI 1998: + 8 Prozent). Österreich verbucht im Handel mit der
Türkei ein Aktivum von nahezu zwei Mrd. S.
Die Exporte bestehen in erster Linie aus Maschinen (vor allem
elektrische, Textil- und Spezialmaschinen) sowie Papier und Pappe,
chemischen Erzeugnissen, Pharmazeutika und Fahrzeugen. Bei den
Importen stehen Textilien und Bekleidungszubehör, Nahrungsmittel
(Obst, Gemüse) sowie Rohstoffe an der Spitze.
Österreich ist in der Türkei auf dem Energiesektor sehr
erfolgreich, betont Sedlmayer. Hervorzuheben sind die Projekte des
Ausbaus des Wärmekraftwerkes Cayirhan sowie zwei bedeutende
Wasserkraftprojekte. Neben diesen Großaufträgen sind heimische Firmen
noch in einer Reihe von mittleren und kleineren Energie-, Industrie-
und Umweltprojekten engagiert.
Gegenwärtig gibt es in der Türkei rund 30 österreichische Joint-
Ventures sowie 16 österreichische Lizenz- und Know-How-Vergaben. Als
Auslandsinvestor steht Österreich mit einer kumulierten
Investitionssumme von 1,3 Mrd.S allerdings nur an 17. Stelle.
Rund 60 Prozent der ausländischen Direktinvestitionen in der
Türkei stammen aus der EU, wobei Frankreich mit 22 Prozent
Spitzenreiter ist. Eu-orientiert ist auch der türkische Außenhandel:
etwa die Hälfte der Exporte und der Importe wird mit der EU
abgewickelt.
(Schluß) RL
Rückfragehinweis: Mag. Birgit Murr
WKÖ,AW-Abteilung, Tel: 50105/DW 4406
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