Handel mit der Türkei floriert

Österreichs Firmen im türkischen Kraftwerksbau erfolgreich - Staatspräsident Demirel eröffnet Wirtschaftsforum in der WKÖ

Wien (PWK) - Der türkische Staatspräsident Süleyman Demirel wird im Rahmen seines Staatsbesuches in Österreich am Mittwoch, 18. November, gemeinsam mit Wirtschaftskammerpräsident Leopold Maderthaner ein österreichisch-türkisches Wirtschaftsforum in der WKÖ eröffnen. Wirtschaftsminister Isin Celebi, Mitglied der hochrangigen Delegation, die den Staatspräsidenten begleitet, wird über die aktuelle Wirtschaftslage der Türkei referieren. Weitere Vorträge sind den österreichisch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen, den Beziehungen der Türkei zur EU sowie türkischen Energie- und Infrastrukturprojekten gewidmet. ****

Der Außenhandel zwischen Österreich und der Türkei expandiert kräftig, teilt Handelsdelegierter Peter Sedlmayer (Ankara) mit. Österreichs Exporte, die 1996 ein Wachstum von 80 Prozent verzeichneten, stiegen 1997 um weitere 30 Prozent auf 6,6 Mrd. S an. 1998 (erstes Halbjahr) setzt sich der Aufschwung mit über zwölf Prozent fort. Auch auf der Importseite zeigt sich eine deutliche, wenn auch schwächere Zunahme (1997: + 20 Prozent auf 4,8 Mrd.S,

I - VI 1998: + 8 Prozent). Österreich verbucht im Handel mit der Türkei ein Aktivum von nahezu zwei Mrd. S.

Die Exporte bestehen in erster Linie aus Maschinen (vor allem elektrische, Textil- und Spezialmaschinen) sowie Papier und Pappe, chemischen Erzeugnissen, Pharmazeutika und Fahrzeugen. Bei den Importen stehen Textilien und Bekleidungszubehör, Nahrungsmittel (Obst, Gemüse) sowie Rohstoffe an der Spitze.

Österreich ist in der Türkei auf dem Energiesektor sehr erfolgreich, betont Sedlmayer. Hervorzuheben sind die Projekte des Ausbaus des Wärmekraftwerkes Cayirhan sowie zwei bedeutende Wasserkraftprojekte. Neben diesen Großaufträgen sind heimische Firmen noch in einer Reihe von mittleren und kleineren Energie-, Industrie-und Umweltprojekten engagiert.

Gegenwärtig gibt es in der Türkei rund 30 österreichische Joint-Ventures sowie 16 österreichische Lizenz- und Know-How-Vergaben. Als Auslandsinvestor steht Österreich mit einer kumulierten Investitionssumme von 1,3 Mrd.S allerdings nur an 17. Stelle.

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Mag. Birgit Murr

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