Prammer fordert artgerechte Haltung von Pelztieren in der EU

Wien (OTS) - Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer fordert
von EU-Kommissar Franz Fischler, auf EU-Ebene rasch für tierfreundliche Haltungsbedingungen für Pelztiere zu sorgen. "Pelztiere sind Wildtiere. In engen Käfigen, in denen sie nicht laufen oder schwimmen können, wie es ihrer Natur entspricht, leiden die Tiere", begründet Prammer ihre Forderung.

Seit heuer sind Pelztiere auf EU-Ebene rechtlich als landwirtschaftliche Nutztiere definiert, obwohl sie eigentlich Wildtiere sind. "Es müssen daher unbedingt rasch rechtliche Maßnahmen gegen eine Massentierhaltung auf Pelztierfarmen gesetzt werden. Wenn beispielsweise ein Nerz nicht schwimmen und damit seinen natürlichen Bewegungsdrang nicht ausleben kann, leidet das Tier furchtbare Qualen", so Prammer.

Die Konsumentenschutzministerin fordert daher in einem Schreiben an den zuständigen EU-Kommissar Franz Fischler, daß die EU-Kommission rasch einen Vorschlag für eine art- und tierschutzgerechte Haltung von Pelztieren vorlegt. Dies ist umso mehr notwendig, da auch in der Richtlinie des Rates der EU Pelztiere als schutzwürdige Tiere genannt werden. "Die EU-Kommission muß nun rasch tätig werden", fordert Prammer.

Österreich hat bei der Haltung von Pelztieren EU-weit bereits einen beispielgebenden Schritt gesetzt - bei uns sind Pelztierfarmen nicht erlaubt, zeigt Prammer auf.

Die schlechten Haltungsbedingungen und die Tötungsmethoden bei Pelztieren haben viel Empörung in der Öffentlichkeit ausgelöst. Viele Menschen verzichten deshalb auf Naturpelzmäntel und bevorzugen Webpelzmäntel. "Ich hoffe, daß dieser Trend weiter anhält. Webpelze sind eine echte Alternative zu Naturpelzmänteln und haben einen großen Vorteil: Für die Herstellung dieser Kleidungsstücke muß kein Tier sterben", betont Prammer abschließend.

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