LR Sobotka kontert:

Offener Brief an die NÖ Spitalsärzte

St.Pölten (NLK) - "Betroffen" habe er heute das Inserat "Die NÖ Spitalsärzte" in den österreichischen Tageszeitungen zur Kenntnis genommen, stellte Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka fest. In einem offenen Brief an die Spitalsärztevertreter, die Verwaltungsdirektor und ärztlichen Direktoren der niederösterreichischen Krankenhäuser sowie an die Medien weist er die darin enthaltenen Vorwürfe entschieden zurück:

"Nicht nur, daß sich die Ärztekammer auf einen unautorisierten Entwurf, der noch in wesentlichen Punkten abgeändert wurde, bezieht.

Nicht nur, daß darin sehr klar die weitere inhaltliche Abklärung mit den Fachgesellschaften und dem Sanitätsrat zum Ausdruck gebracht wurde.

Nicht nur, daß dieser Entwurf einstimmig im NÖGUS-Ausschuß zur Diskussion und Beschlußfassung an die Fondsversammlung weitergeleitet wurde und noch weitere Instanzen und Organisationsebenen zu durchlaufen hat,

sondern vor allem, daß aus dem Zusammenhang gerissen zitiert wird und Unwahrheiten (z.B. in keinem regionalen Grundversorgungskrankenhaus wird zukünftig ein Chirurg ab 19 Uhr Dienst versehen, die Häuser schließen ja um 19 Uhr) verbreitet werden.

Ich bin bekannt dafür, daß ich mich stets einer offenen und sachlichen Diskussion mit den Landesbürgern stelle, meiner Auffassung entsprechend gehört das zu meinen Berufspflichten. Und so halte ich es auch mit den Vertretern der Kammer und mit sonstigen Interessensver-tretern. Eines sei unmißverständlich klargestellt: Ich lasse mich von niemandem unter Druck setzen. Auch nicht von der NÖ Ärztekammer.

Als Politiker, der selbst aus einer Kleinregion kommt, der die Sorgen sehr genau kennt, habe ich nachweislich gegenüber den Bundesstellen (ÖKAP/ÖBIG/Strukturkommission) aktiv und massiv um eine flächendeckende Versorgung gerungen. Der Vorwurf, ich plane, die Gesundheitssicherheit zu gefährden, Menschenleben aufs Spiel zu setzen, Ärzte um ihren Arbeitsplatz zu bringen, ist mir mehr als unverständlich."

Abschließend bekennt sich Sobotka zu einer sachorientierten Diskussion, zur Sicherung einer flächendeckenden qualitativen medizinischen Versorgung. Für Polemik sei er allerdings nicht zu haben.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2180

Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK