• 10.11.1998, 13:31:48
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  • OTS0191

LR Sobotka kontert:

Offener Brief an die NÖ Spitalsärzte

St.Pölten (NLK) - "Betroffen" habe er heute das Inserat "Die NÖ
Spitalsärzte" in den österreichischen Tageszeitungen zur Kenntnis
genommen, stellte Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka fest. In einem
offenen Brief an die Spitalsärztevertreter, die Verwaltungsdirektor
und ärztlichen Direktoren der niederösterreichischen Krankenhäuser
sowie an die Medien weist er die darin enthaltenen Vorwürfe
entschieden zurück:

"Nicht nur, daß sich die Ärztekammer auf einen unautorisierten
Entwurf, der noch in wesentlichen Punkten abgeändert wurde, bezieht.

Nicht nur, daß darin sehr klar die weitere inhaltliche Abklärung mit
den Fachgesellschaften und dem Sanitätsrat zum Ausdruck gebracht
wurde.

Nicht nur, daß dieser Entwurf einstimmig im NÖGUS-Ausschuß zur
Diskussion und Beschlußfassung an die Fondsversammlung weitergeleitet
wurde und noch weitere Instanzen und Organisationsebenen zu
durchlaufen hat,

sondern vor allem, daß aus dem Zusammenhang gerissen zitiert wird und
Unwahrheiten (z.B. in keinem regionalen Grundversorgungskrankenhaus
wird zukünftig ein Chirurg ab 19 Uhr Dienst versehen, die Häuser
schließen ja um 19 Uhr) verbreitet werden.

Ich bin bekannt dafür, daß ich mich stets einer offenen und
sachlichen Diskussion mit den Landesbürgern stelle, meiner Auffassung
entsprechend gehört das zu meinen Berufspflichten. Und so halte ich
es auch mit den Vertretern der Kammer und mit sonstigen
Interessensver-tretern. Eines sei unmißverständlich klargestellt: Ich
lasse mich von niemandem unter Druck setzen. Auch nicht von der NÖ
Ärztekammer.

Als Politiker, der selbst aus einer Kleinregion kommt, der die
Sorgen sehr genau kennt, habe ich nachweislich gegenüber den
Bundesstellen (ÖKAP/ÖBIG/Strukturkommission) aktiv und massiv um eine
flächendeckende Versorgung gerungen. Der Vorwurf, ich plane, die
Gesundheitssicherheit zu gefährden, Menschenleben aufs Spiel zu
setzen, Ärzte um ihren Arbeitsplatz zu bringen, ist mir mehr als
unverständlich."

Abschließend bekennt sich Sobotka zu einer sachorientierten
Diskussion, zur Sicherung einer flächendeckenden qualitativen
medizinischen Versorgung. Für Polemik sei er allerdings nicht zu
haben.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2180

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