Transporteure fordern Absetzung der Anti-Lkw-Propaganda

"Propagandafeldzug des Ministeriums und der ÖBB gegen den Lkw ist letztklassig" - Lkw-Verkehr ist größtenteils Nahverkehr

Wien (PWK) - Die Interessensvertretung der Transporteure fordert
mit Nachdruck die Absetzung der gegenwärtig in den Medien laufenden Anti-LKW-Propaganda des Verkehrsministeriums und der ÖBB. "Dieser Propagandafeldzug ist letztklassig. Der größte Teil des LKW-Verkehrs ist Nahverkehr und kann daher nicht auf die Bahn verlagert werden", betont der Vorsteher des Fachverbandes Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich, Adolf Moser. Die ÖBB setzt selbst hunderte Lkw ein und ist damit einer der größten Frächter Österreichs. ****

"Bei uns laufen die Telefone heiß. Wir können uns der Beschwerden kaum erwehren", berichtet Moser. Die Mitglieder seien empört über diese Art der Propaganda. Man müsse sich nur in die Situation eines solchen Unternehmers versetzen: Der für ihn zuständige Gewerbeminister (Verkehrsminister) und der ÖBB-Generaldirektor lassen ihm via Radio und Fernsehen ausrichten, daß er eigentlich überflüssig sei und daß die Bahn seinen Job (mit Hilfe von James Bond) leicht übernehmen könne.

"Die Leute fühlen sich auf den Arm genommen," so Moser wörtlich, "denn erstens wissen sie genau, daß auch die ÖBB nicht nur auf der Schiene fährt und zweitens wissen sie auch, daß die Mehrzahl der Transporte gar nicht auf die Bahn umsteigen kann". Man könne nicht zu jeder Tankstelle oder jedem Supermarkt einen Gleisanschluß legen.

Zirka 70 Prozent des österreichischen Straßengüterverkehrs sind Inlandsnahverkehr. Das sind Transporte, die im allgemeinen in einem Umkreis von ca. 65 bis 100 km abgewickelt werden. Im regionalen Nahverkehr ist der LKW durch die Bahn praktisch nicht zu ersetzen. Im Fernverkehr hat der LKW den Vorteil, daß er, zum Unterschied von der Schiene, tatsächlich von Haus zu Haus liefern kann, während beim Bahnverkehr mehrmalige Umschlagsvorgänge notwendig sind.

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Mag. Rudolf Bauer
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Fachverband Güterbeförderungsgewerbe

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