AK: 1 Lkw entspricht ca 20.000 Pkw

Übermäßige Straßenabnützung durch Schwerverkehr ist ein Fakt

Wien (OTS) - Der Schwerverkehr verursacht überproportional hohe Kosten, die er nur zu einem geringen Teil selbst trägt. Diese Tatsache läßt sich auch nicht durch das Vermessen von Garagenzufahrten aus der Welt schaffen, erklärt die AK zu den
heute veröffentlichten Zahlen der Wirtschaftskammer. Berechnungen der EU-Kommission haben ergeben, daß etwa ein dreiachsiger Lkw mit einem Gewicht von 26 Tonnen die Straße ca 20.000 mal stärker abnutzt als ein Pkw. Bei einem 36-Tonner mit zwei Achsen und einem zweiachsigem Anhänger ist das Verhältnis sogar 1 zu 30.000. Angesichts dieser Verhältnisse erscheint die Herstellung von Kostenwahrheit im Verkehr um so dringlicher. Die
kilometerabhängige Lkw-Maut muß daher wie vorgesehen eingeführt werden. Weitere Verzögerungen belasten die Allgemeinheit und verhindern den nötigen Ausbau des Straßen- und Schienennetzes.****

Die Frächterlobby versucht erneut, die übermäßige Belastung des Straßennetzes durch den Schwerverkehr schönzurechnen. An den Fakten ändert das nichts. Gerade das höherrangige Straßennetz (Autobahnen, Schnellstraßen) wird durch die "dicken Brummer" übermäßig stark belastet. Die Abnützung des Straßenbelages durch einen Lkw ist um bis zu 30.000 Mal stärker als durch einen Pkw. Diese Berechnungen sind im Grünbuch der EU-Kommission über "Faire und effiziente Preise im Verkehr" nachzulesen. Für die AK sind die Zahlen der EU-Kommission glaubhafter sind als die Berechnungen der Frächter-Interessenvertretung.

Die kilometerabhängige Lkw-Maut muß wie geplant - und wie von der Asfinag angekündigt - eingeführt werden. Österreich darf nicht zum billigen Transitland werden, durch das der europäische Schwerverkehr rollt, ohne für die Benützung des heimischen Straßennetzes entsprechend zu bezahlen. Kostenwahrheit im Verkehr bedeutet zwingend, daß der Schwerverkehr stärker als bisher seinen Anteil an den von ihm verursachten Kosten trägt.

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