• 04.11.1998, 10:58:40
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  • OTS0085

BMAGS: Der Trendwende auf dem Arbeitsmarkt näher gerückt-

Arbeitsmarktlage Ende Oktober 1998 - GRAFIK

Wien (OTS)- Die Anzahl der unselbständig Beschäftigten betrug Ende
Oktober 3,096.911 (Männer: 1,767.363 Frauen: 1,329.548), was einen
neuen Oktober-Rekordwert darstellt.

Günstig entwickelte sich auch der Stellenmarkt. Im Oktober 1998
waren 23.190 offene Stellen zur Besetzung vorgemerkt, um 3.914 mehr
als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Das entspricht einer Steigerung
von 20,3 Prozent.

Arbeitslosigkeit

Insgesamt waren Ende Oktober beim Arbeitsmarktservice 220.104
Personen arbeitslos vorgemerkt. Das bedeutet im Vorjahresvergleich
nur noch einen Anstieg um 721 oder 0,3 Prozent.

Damit ist die erwünschte Trendwende am Arbeitsmarkt - also das
Unterbieten der Vergleichswerte des Vorjahres - in Reichweite
gerückt.

Während es bei den Männern bereits einen leichten Rückgang der
Arbeitslosigkeit gab, stieg sie bei den Frauen noch an. Das wird von
den Experten des BMAGS vor allem auf die Änderung der Karenzregelung
zurückgeführt. Zudem zeichnet sich auch eine erfolgreiche
Arbeitsmarktintegration dieser Gruppe ab.

In den Saisonberufen stieg die Arbeitslosigkeit geringfügig um 84
Personen oder 0,2 Prozent auf 53.272 an. Bei den Männern gab es einen
deutlichen Anstieg in den Bauberufen (+620), dafür Abnahmen in den
Fremdenverkehrsberufen bei den Männern(-468) und Frauen (-269).

Unterteilt in die (dreistufige) Systematik der Gebietseinheiten
für die Statistik NUTS (Nomenclature des Unites Territoriales
Statistiques) entfielen Ende Oktober 1998, 49 Prozent der
Arbeitslosigkeit auf die Region "OST" (Wien, Niederösterreich und
Burgenland), 29 Prozent auf die Region "WEST" (Oberösterreich, Tirol,
Salzburg und Vorarlberg) und 22 Prozent auf die Region "SÜD"
(Steiermark und Kärnten).

Die durchschnittliche Zeitspanne zwischen Beginn und Ende der
Arbeitslosigkeit (Verweildauer der Abgänge aus der Arbeitslosigkeit)
war im Oktober 1998 mit 144 Tagen um einen Tag länger als im Vorjahr.

Arbeitslosenquote

Nach den Berechnungen von eurostat, dem Statistischen Amt der
Europäischen Union in Luxemburg, ergab sich für Österreich für August
1998 eine Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent.

Die Europäische Union hat insgesamt eine mehr als doppelt so hohe
Arbeitslosenquote (10,0 Prozent). Innerhalb der EU liegen nur
Luxemburg mit 2,2 Prozent und die Niederlande mit 3,8 Prozent
günstiger als Österreich. Die höchsten Arbeitslosenquoten innerhalb
der Europäischen Union hatten zuletzt Spanien (18,7 Prozent), Italien
(12,3 Prozent), Frankreich (11,9 Prozent) und Finnland (11,5
Prozent). Die Arbeitslosenquote jener 11 Länder, die an der
Wirtschafts- und Währungsunion teilnehmen, betrug im August 1998 11,1
Prozent.

Damit hat Österreich im internationalen Vergleich seine
ausgezeichnete Position gehalten. Ausserdem ist die Umsetzung des
fünfjährigen Nationalen Aktionsplanes (NAP) erfolgreich angelaufen,
so dass die Zielsetzungen für das Jahr 2002 erreichbar scheinen.

Jugend: Vollbeschäftigung mittelfristig erreichbar

Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Rückgang der
Arbeitslosigkeit in der Alterskategorie der 15- bis unter 30-jährigen
(-4.091) und bei den 40 bis unter 50-jährigen (- 109). In den übrigen
Altersgruppen waren dagegen Zunahmen zu verzeichnen: (30 bis unter
40: +119; 50 bis unter 55: +1.340; 55 bis unter 60: +3.230; 60 und
älter: +232)

Nach Ansicht des BMAGS ist Jugendvollbeschäftigung mittelfristig
ein durchaus realistischer Zielanspruch.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Älteren ist weitgehend
auf den Entfall der Sonderunterstützung (SUG), also auf
institutionelle Effekte, zurückzuführen.

Weniger Lehrstellensuchende

Im Laufe des Oktober wurden 2.866 Lehrstellensuchende vermittelt.
Die Zahl der "sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden" betrug Ende
Oktober 6.034 (2.471 Burschen und 3.563 Mädchen). Im Vergleich zum
Vorjahr waren heuer um 198 (-3,2 Prozent) weniger Lehrstellensuchende
vorgemerkt.

Demgegenüber standen im Oktober 2.018 offene Lehrstellen zur
sofortigen Besetzung zur Verfügung. Dies waren um 850 weniger als im
Vorjahr. Weiters waren 1.155 offene Lehrstellen vorgemerkt, aber noch
nicht sofort verfügbar.

Das BMAGS hat in Zusammenarbeit mit dem OGS-Grafikdienst der APA
die wichtigen Arbeitsmarktdaten für Oktober 1998 in übersichtlichen
Grafiken dargestellt.

Die zum Text gehörigen Grafiken sind in der APA/OGS-Datenbank
"Grafik" mit dem Agenturkürzel "OGS" abrufbar!

Rückfragehinweis: BM für Arbeit u. Soziales
Dr. Gisela Kirchler-Lidy
Tel.: (01) 711 00/6155

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSO/OTS

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