• 29.10.1998, 10:18:39
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  • OTS0078

Walter Wolfsberger legt Funktion als Vorsteher des FEEI zurück

Albert Hochleitner als Nachfolger bestellt

Wien (pwk) - Dr. Walter Wolfsberger, eine der profiliertesten
Unternehmerpersönlichkeiten Österreichs, hat seine Funktion als
Vorsteher des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie
(FEEI) mit Ende Oktober 1998 zurückgelegt. Als sein Nachfolger wurde
Dipl.Ing. Albert Hochleitner bestellt. ****

Dipl.Ing. Hochleitner - Absolvent des Studiums der Technischen
Physik an der TU Wien - begann seine Berufslaufbahn bei den Wiener
Schwachstromwerken. Nach mehreren Funktionen in leitender Stellung
innerhalb des Siemens-Konzerns wurde er 1992 Vorstandsmitglied der
Siemens AG Österreich, wo er zwei Jahre später als Nachfolger von Dr.
Wolfsberger den Vorsitz übernahm. Weit über die Industrie hinaus in
der Öffentlichkeit bekannt wurde Dipl.Ing. Hochleitner als er von der
Bundesregierung mit der Ausarbeitung eines technologiepolitischen
Konzeptes beauftragt wurde. Seit 1994 ist er Funktionär des
Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie, wo er sich aktiv
mit all seinen Fähigkeiten als Vorsitzender des Umweltausschusses und
als Kollektivvertragsverhandler in den Dienst der gemeinsamen Sache
gestellt hat.

Dr. Walter Wolfsberger stand seit 1990 an der Spitze des
Verbandes, den er systematisch zu einem modernen
Dienstleistungsbetrieb formte. In seine Ära fiel die Erstellung eines
Leitbildes der Elektro- und Elektronikindustrie, das die Erhaltung
des Wirtschaftsstandortes Österreich sowie die Verbesserung der
Wettbewerbsfähigkeit der Branche zum Ziel hatte. In diesem
Zusammenhang hat er sich konsequent für eine gezielte
Infrastrukturpolitik eingesetzt.

Als Europabeauftragter der österreichischen Industrie hat er
entscheidend dazu beigetragen, daß es zu der für Österreich so
positiven Abstimmung über den Beitritt zur Europäischen Union
gekommen ist. In seiner Funktion als Mitglied des Fachhochschulrates
hat sich Wolfsberger beim Auf- und Ausbau dieser neuen
Bildungseinrichtung außerordentlich verdient gemacht. Seiner
Weitsicht und Beharrlichkeit ist es zu verdanken, daß im Rahmen des
FEEI ein Trägerverein gegründet wurde, der den
Fachhochschulstudiengang Elektronik betreibt.

Zielstrebigkeit, Glaubwürdigkeit und die Fähigkeit, komplexe
Probleme auf das Wesentliche zu reduzieren: diese Eigenschaften
fielen bereits dem ehemaligen Präsidenten der Bundeswirtschaftskammer
und späteren Bundeskanzler Julius Raab auf, der den damals 19-
jährigen Wolfsberger bereits während des Studiums der
Handelswissenschaften als Sachbearbeiter in die Bundessektion Gewerbe
der Bundeswirtschaftskammer holte. Im Eilzugstempo arbeitete sich
Wolfsberger nach seiner Promotion 1955 bis zum Handelsdelegierten
bzw. Handelsrat in Moskau vor. 1966 wechselt der gebürtige
Niederösterreicher zum Siemens-Konzern, wo er bereits neun Jahre
später Generaldirektor wurde und in dieser Funktion die Geschicke bis
1994 lenkte.

Für seine hervorragenden Leistungen wurde Wolfsberger mit dem
Großen Silbernen Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die
Republik Österreich sowie zahlreichen anderen hohen in- und
ausländischen Orden ausgezeichnet. Darüber hinaus ist er Ehrensenator
der Technischen Universität Wien. Dr. Wolfsberger hat immer das Wohl
der Branche und der gesamten Wirtschaft über die Interessen des
eigenen Unternehmens gestellt. Trotz seiner Erfolge ist er bescheiden
und "Mensch" geblieben.
(Schluß) MH
Rückfragehinweis: FEEI - Fachverband der Elektro- und

Elektronikindustrie
Dr. Heinz Raschka
Tel.: (01) 588 39 DW 13

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