AK: Große Preisunterschiede für Grabpflege bei Wiener Friedhofsgärtnereien

Wien (OTS) - Grabpflege durch Friedhofsgärtnereien kann
Konsumenten enorm teuer kommen, zeigt eine Erhebung der AK Konsumentenschützer. Für das Gießen der Jardiniere (Blumenkisterl am oberen Grabende) über das gesamte Jahr hindurch sind die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Wiener Gärtnereien auf ein- und demselben Friedhof mehr als doppelt so hoch. Die AK rät den Konsumenten, die Preise der einzelnen Anbieter unbedingt zu vergleichen. ****

Die Preisunterschiede für die Grabpflege bei Wiener Friedhofsgärtnereien sind enorm. Das zeigt eine Untersuchung der Wiener AK Konsumentenschützer, die im August '98 in 30 Friedhofsgärtnereien auf insgesamt 16 Wiener Friedhöfen durchgeführt wurde. Wollen Konsumenten ein Jahr lang hindurch die Jardiniere nur gießen lassen, so gibt es auf ein- und demselben Wiener Friedhof Differenzen zwischen den einzelnen Gärtnereien bis zu 144 Prozent. Für die Jahresstandardpflege für Wiese und Jardiniere - schneiden, gießen und Unkraut zupfen - gibt es Unterschiede bis zu 60 Prozent. Die Jahrespflege beginnt mit dem Aufsperren des Wassers nach dem Winter und endet im Herbst mit dem Absperren des Wassers.

Preisbeispiele - erhebliche Unterschiede
Gießen, schneiden und Unkraut zupfen von Wiese und Jardiniere kostet zwischen 1.150 und 2.050 Schilling, zeigt die AK Preiserhebung. Durchschnittlich zahlen Konsumenten für diese Dienstleistung 1.520 Schilling, wobei je nach Gärtnerei zwischen zwei- und fünfmal pro Woche gegossen wird.

Die Gärtnereien bieten eine Jahrespflege, also nur das Gießen des Grabes und der Jardiniere, zwischen 770 und 1.180 Schillng an. Durchschnittlich kostet das Gießen 973 Schilling im Jahr, wird jedoch nicht auf allen Friedhöfen angeboten.
Konsumenten, die nur die Jardiniere gießen lassen, bezahlen zwischen 450 und 1.220 Schilling.

Wollen Konsumenten die Jardiniere mit vier Blumenstöcken schmücken lassen, bezahlen sie für Stiefmütterchen und Belagonien zwischen 100 und 495 Schilling, für Erika zwischen 195 und 520 Schilling. Manche Gärtnereien bieten im Winter das Schmücken des Jardiniere mit Reisig an, was zwischen 170 und 390 Schilling ausmachen kann.

Bei einem neuen Fertigrasen müssen Konsumenten zwischen 800 und 2.050 Schilling rechnen, im Schnitt sind es 1.483 Schilling.

Zu den teureren Anbietern zählen die Gärtnereien am Sieveringer Friedhof, Heiligenstädter Friedhof, Döblinger Friedhof sowie Grinzinger Friedhof.
Preiswerter sind hingegen Gärtnereien beim Oberlaaer Friedhof, Hietzinger Friedhof, Neustifter Friedhof, Jedleseer Friedhof, Jedlersdorfer Friedhof, Kagraner Friedhof sowie beim
Stammersdorfer Zentralfriedhof.

Die AK rät den Konsumenten, die Preise zwischen den einzelnen Anbietern zu vergleichen, da die Preisunterschiede an ein- und demselben Friedhof zwischen den einzelnen Gärtnereien enorm sind.

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Presse Doris Strecker
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