- 23.10.1998, 13:02:08
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FORMAT: Rieger liquidierte 1997 alle Auslandsfilialen und verkaufte die Wechselstube Venedig an sich selbst=
Privatanleger aus Slowenien und Kroatien fordern 105 Millionen Schilling zurück
Wien (OTS) - Wolfgang Rieger hat seine Flucht viel sorgsamer
vorbereitet als bisher angenommen. Dies berichtet das
Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe.
Rieger schloß bereits im Vorjahr seine Wechselstube in Budapest,
München, Florenz und Mailand. Entgegen bisherigen Annahmen hat die
Niederlassung in Prag nie eine Geschäftstätigkeit entfaltet.
Lediglich die hochprofitable Wechselstube am Markusplatz in
Venedig stand bis 1. Oktober 1998 im Eigentum der Rieger Bank AG.
FORMAT enthüllt, daß es Wolfgang Rieger neun Tage vor seiner Flucht
gelang, die venezianische Wechselstube unter mysteriösen
Begleitumständen an sich selbst zu verkaufen: Er übertrug die
Aktivitäten der Wechselstube an eine in Venedig registrierte Orloni
s.r.l. Der Orloni Vorbesitzer, der venezianische Rechtsanwalt
Giancarlo Tomasin, bestätigt dem Magazin:"Herr Rieger hat die
Gesellschaft Orloni von mir übernommen und ist noch heute
Alleinbesitzer der Wechselstube. Ich habe allerdings keine Ahnung, wo
er sich aufhält."
Wie FORMAT weiter berichtet, hat in der vergangenen Woche der
Sprecher einer aus kroatischen und slowenischen Staatsbürgern
zusammengesetzten Anlegergruppe bei der Rieger Bank die Rückzahlung
von 105 Millionen Schilling gefordert. Bei dem Mann handelt es sich
um den 49jährigen Ex-Banker Florian Dovjak, der das Geld Wolfgang
Rieger in den vergangenen Jahren zur Veranlagung übertragen haben
will. Ob die Forderungen rechtmäßig sind, wird nach Angaben der
Rieger Bank noch geprüft.
Rückfragehinweis: FORMAT Chefredaktion
Tel. 01/217 55 6721
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