Gewerbeverein: Metaller-KV-Abschluß unverantwortlich hoch!

Wien (OTS) - Nahezu drei Prozent Entgeltserhöhung bei einem
Prozent Teuerung in einem Kollektivvertrag mit Folgewirkung - da ist wohl das Augenmaß vollkommen verloren gegangen - so der Österreichische Gewerbeverein.

Rechnet man nämlich alles zusammen, bleibt es ja nicht bei drei Prozent. Die Einmalprämie bedeutet einen weiteren Prozentpunkt mehr an Entgelt und ein Industrieangestellter, der einen Biennalsprung erhält, hat noch einmal weitere zwei Prozent Gehaltserhöhung zu ewarten.

+ Das gibt insgesamt einen Abschluß in der - sehr häufigen -Bestvariante von etwa sechs Prozent.

Der Österreichische Gewerbeverein muß bedauerlicherweise sein Entsetzen über die saloppe Verhandlungsführung auf der Arbeitgeberseite zum Ausdruck bringen.

+ Diese Gruppierung rechnet uns immer vor, wie hoch die Lohnnebenkosten in Österreich sind. Die Lohnnebenkosten sind aber eine mathematische Funktion der Lohnkosten. Mit diesem Abschluß hat man einmal mehr die Lohnnebenkosten durch ein "sich über den Tisch ziehen lassen³ rasant gesteigert.

+ Daß uns Abfertigung bei Arbeitnehmerkündigung als weitere Lohnnebenkosten ins Haus stehen, ist ja wohl auch schon paktiert!

Wieviele 'mixed signals' sollen die heimischen KMU - die vom Österreichischen Gewerbeverein vertreten werden - noch von der sozialpartnerschaftlichen Arbeitgebervertretung empfangen? Glaubwürdigkeit wird hier keine geschaffen!

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Österreichischer Gewerbeverein, Dr.Herwig Kainz,
Tel.:01-587 36 33/30, Email: oest.gewerbeverein@apanet.at

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