ARBÖ: Geld sparen - Taferl hinterlegen

Spartips für Biker und Cabriofahrer

Wien (ARBÖ) - Für Kraftfahrzeuge, die über die Wintermonate
nicht benützt werden, zum Beispiel Motorräder oder Cabrios, kann der Zulassungsbesitzer den Zulassungsschein und die Kennzeichentafeln für den Zeitraum von maximal einem Jahr bei der Behörde, die den Zulassungsschein ausgestellt hat (Verkehrsamt
oder Bezirkshauptmannschaft) hinterlegen. ARBÖ-Expertin Mag. Elisabeth Brugger-Brandau: "Der Mindestzeitraum für die Hinterlegung wird durch die Versicherungsbedingungen bestimmt. Üblich sind sechs Monate, andere - auch kürzere - Zeiträume können aber mit der Versicherung vereinbart werden."

Über das Einsparungspotential meint die volkswirtschaftliche Referentin des ARBÖ: "Dadurch ersparen Sie sich die anteilige Haftpflichtversicherungsprämie und die anteilige motorbezogene Versicherungssteuer für den Hinterlegungszeitraum. Beide werden tageweise aliquot gerechnet." Für die Kaskoversicherungsprämie wird üblicherweise ein "Garagenrisiko" berechnet, die Ersparnis beträgt bei Vollkasko zwei Drittel, bei Teilkasko ein Drittel der Prämie.

Die Verwaltungskosten betragen insgesamt 680 Schilling (wie bei Abmeldung: zweimal 180 Schilling plus 90 Schilling für Kennzeichen-Freihaltung, wie bei Anmeldung einmal 180 Schilling
plus 50 Schilling für Versicherungsbestätigung).

ARBÖ-Expertin Mag. Brugger-Brandau zur richtigen Vorgangsweise:
"Hinterlegen Sie Kennzeichen und Zulassungsschein bei der Behörde und verständigen Sie die Versicherung. Oder Ihr Versicherungsbetreuer übernimmt den Behördenweg. Bei der Behörde erhalten Sie eine Bestätigung über die Hinterlegung. Bei der Ausfolgung der Kennzeichen müssen Sie erneut eine Versicherungsbestätigung vorgelegen."

Als Alternative zur Kennzeichenhinterlegung bieten die meisten Versicherer für Krafträder spezielle Rabatte für Krafträder an:
Hohe Rabatte (bis zu 70 Prozent) gegen die Verpflichtung, das Kraftrad entweder während eines festgelegten Zeitraumes nicht zu benützen oder ganz allgemein auf eine Kennzeichenhinterlegung zu verzichten (und trotzdem während des ganzen Jahres benützen zu können). Bei einem Schadenfall, wenn das Kraftrad während der vereinbarten Nichtbenützungsdauer trotzdem verwendet wurde, fällt ein Schadenersatzbeitrag zwischen 2.500 und 10.000 Schilling an (Versicherungsschutz besteht grundsätzlich).

Mag. Brugger-Brandau zu dieser "Geldsparform": "Sie sparen den Prämienrabatt in der angebotenen Höhe. Die motorbezogene Versicherungssteuer wird für den gesamten versicherten Zeitraum eingehoben, in diesen Fällen also für das ganze Jahr. Daher wird bei diesen Vereinbarungen keine Steuerersparnis bewirkt. Es fallen dafür aber auch keine Verwaltungskosten an."

Die ARBÖ-Expertin abschließend: "Welche der beiden Möglichkeiten günstiger ist, kann nur durch individuelle Berechnung ermittelt werden. In allen Fällen gilt jedenfalls: Die vereinbarten Zeiträume müssen genau eingehalten werden!"

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