Kunststoffwirtschaft sorgt für Innovationen

68 österreichische Firmen auf der Kunststoffmesse K'98 in Düsseldorf - Kunststoffe als Problemlöser der Zukunft

pwk - Kunststoffe spielen eine herausragende Rolle bei technischen Innovationen in sämtlichen Bereichen des Lebens - von der Medizin bis zur Kommunikationstechnik. Österreichs Kunststoffwirtschaft nahm die bevorstehende Fachmesse K'98 in Düsseldorf zum Anlaß, bei einem Medien-Round-Table auf die vielfältigen Leistungen der Branche hinzuweisen. Unter den mehr als 2.400 Unternehmen aus aller Welt, die vom 22. bis 29. Oktober auf der weltgrößten Kunststoffmesse ihre neuen Produkte ausstellen, befinden sich heuer 68 österreichische Firmen. Österreich liegt damit unter 49 ausstellenden Ländern an siebenter Stelle. ****

Mit einem Produktionswert von rund 47 Mrd Schilling sowie zwölf Kunststoff-Rohstofferzeugern und rund 850 Verarbeitungsbetrieben stellt die Kunststoffwirtschaft in Österreich einen bedeutenden ökonomischen Faktor dar.

Die Palette der Produkte, die mittels Verfahren wie Extrusion, Spritzen, Blasen, Schäumen oder GfK-Verarbeitung hergestellt werden, reicht dabei von Bauprodukten über Kfz-Teile, Möbel und Verpackungen bis hin zu Freizeit-, Sport- und Haushaltsartikeln. Lag der Pro-Kopf-Verbrauch an verarbeiteten Kunststoffen in den Anfängen der Kunststoffära um 1950 in Österreich noch bei 0,3 kg, so betrug er 1995 bereits 142 kg. Um die Innovationskraft der Kunststoffwirtschaft auch künftig erhalten zu können, forderte der Obmann der Berufsgruppe Kunststoffverarbeitende Industrie im Fachverband der chemischen Industrie, Otto Reinsprecht, mehr Unterstützung für die Betriebe in Form von Steueranreizen oder Direktförderungen.

Kunststoffe haben jedoch in den letzten Jahren nicht nur deutlich zur Verbesserung unseres Lebensstandards beigetragen, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zum technischen Fortschritt geleistet. Vor allem in den Bereichen Mobilität, Medizin, Elektronik und Kommunikation werden sie auch künftig als Innovationsmotoren fungieren.

In Flugzeugen stellen moderne Kunststoffe durch ihre hohe Festigkeit und ihr geringes Gewicht einen unverzichtbaren Bestandteil dar. Auch im Automobilbereich beträgt der Kunststoffanteil der verwendeten Materialien bereits 10 Prozent. Die erzielten Gewichtseinsparungen ermöglichen so einen geringeren Treibstoffverbrauch und einen weiteren Schritt in Richtung zum 3-Liter-Auto. Neue Einsatzbereiche, die für mehr Wirtschaftlichkeit und Sicherheit sorgen, liegen hier noch bei Kühlsystemen, Pumpen oder Sauganlagen unter der Motorhaube, bei großflächigen Karosserieteilen aus Kunststoff oder Scheiben aus Polycarbonat.

Der Siegeszug der Telekommunikation wäre ohne innovative Kunststofftechnik ebensowenig möglich. Die aus der Automobilindustrie stammende Dünnwandtechnik sorgt bei Mobiltelefonen bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion für mehr Montageraum, hochtemperaturbeständige Gießharze verhelfen zur Miniaturisierung von Schaltkreisen in der Mikroelektronik und neue Werkstoffe wie z.B. Cyclolefine schaffen extrem hohe Speicherdichten in der Computertechnologie. Mit einem Anteil von 45 Prozent sind Kunststoffe, insbesondere PVC, Polystyrol und Polyethylen auch die wichtigste Werkstoffgruppe in der Medizintechnik.

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