Zahl der Kurzzulassungen von PKW nimmt dramatisch zu

Havelka: "Macht endlich Schluß mit dieser zweifelhaften Praxis"

Wien (Pwk) - Die Zahl der kurzen Anmeldungen eines Fahrzeuges hat
in den letzten Jahren dramatisch zugenommen. Allein im Zeitraum Jänner bis Juli 1998 schnellte die Zahl der Kurzzulassungen bis zu sieben Tagen von 3.647 auf 5.704 (+ 56 Prozent) und die Zahl der Zulassungen bis 30 Tage von 6.681 auf 9.108, was einem Plus von 36 Prozent entspricht. ****

"Diese Kurzzulassungen dienen nur dazu, Marktanteile aufzupolieren und werden von den Importeuren großzügig honoriert", ist Heinz Havelka, Bundesgremialvorsteher des Fahrzeughandels in der Wirtschaftskammer Österreich, überzeugt. Die Vermutung erhärtet sich, so Havelka, daß viele Fahrzeuge nach erfolgter Kurzzulassung in Österreich wieder ins Ausland exportiert werden.

Abgesehen davon, daß dies eine sehr zweifelhafte Vorgangsweise ist, werden Händler jener Marken benachteiligt, die keine derartigen Manipulationen durchführen und damit ihre Zulassungszahlen und Marktanteile geringer erscheinen. Dies könne zum Teil auch negative Auswirkungen auf die Ertragslage der Händler haben, die marktanteilsbezogene Zusatzspannen von ihren Importeuren erhalten. Oft ist es diesen Händlern nicht möglich, die durchschnittlichen Marktanteile zu erreichen, wenn gleichzeitig in ihrem Gebiet Kurzzulassungen anderer Händler durchgeführt werden.

"Die Fahrzeugbranche solle sich endlich besinnen, mit dieser Praxis aufzuhören, insbesondere wenn auch noch geschätzte 20 Mio. Schilling unnötig für die An- und Abmeldung dieser Fahrzeuge für kosmetische Maßnahmen ausgegeben werden", appelliert Havelka an die Branche.

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Dr. Manfred Kandelhart
Tel: 50105-3352

Bundesgremium des Fahrzeughandels

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