ARBÖ: 125ccm-Schein - Was Sie wissen sollten

Wien (ARBÖ) - Zahlreiche Interessenten informieren sich beim
ARBÖ über den Weg zum 125ccm-Motorradschein und ob mit diesem Führerschein auch Auslandsfahrten durchgeführt werden dürfen.

Seit 1. November 1997 dürfen Führerscheinbesitzer der Klasse B auch Krafträder mit einem Hubraum von nicht mehr als 125 ccm und einer Motorleistung von maximal 11 kW lenken. Dazu müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

1. 5jähriger Besitz einer gültigen Lenkberechtigung der Klasse B 2. abgelaufene Probezeit
3. Bestätigung über praktische Fahrübungen im Ausmaß von sechs

Stunden

Die vorgeschriebenen praktischen Fahrübungen werden in einigen Bundesländern direkt vom ARBÖ angeboten, in den übrigen erhalten ARBÖ-Mitglieder Vergünstigungen bei ausgewählten Fahrschulen. Die erforderliche Bestätigung wird nach Kursende ausgefolgt. Nach Überprüfung der Voraussetzungen erhält man von der Behörde einen neuen "EU-Führerschein", versehen mit dem Eintrag des dafür vorgesehenen Zahlencodes 111, womit man zum Lenken dieser Krafträder berechtigt wird. Dabei ist anzumerken, daß generell dreistellige Codes im "EU- Führerschein" nur nationale Gültigkeit haben, während zweistellige Codes international gelten.

Bei Auslandsreisen ist daher folgendes zu beachten: National erteilte Berechtigungen wie das Lenken von Krafträdern mit einem Führerschein der Klasse B unter bestimmten Voraussetzungen werden von anderen Staaten (auch von EU-Mitgliedern) nicht automatisch anerkannt. Nach Auskunft des Verkehrsministeriums wird bis dato dieser Code nur von Italien akzeptiert. Daher ist das Lenken eines Kraftrades mit maximal 125 ccm Hubraum mit einem B- Führerschein nur in Österreich und Italien erlaubt. Die bisherigen Meldungen, wonach auch in Deutschland ein 125er-Motorrad gelenkt werden darf, haben sich als falsch herausgestellt.

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