100 Millionen für die Nahversorgung

LH Pröll Einkaufserlebnisse im Ortskern schaffen

St. Pölten (OTS) - Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und den Präsidenten der Wirtschaftskammer NÖ, Ing. Peter Reinbacher erfolgte heute im neuen Landhaus in St. Pölten der Startschuß zur Aktion "NAFES". Hinter diesem Kürzel steht eine zukunftsorientierte Förderung zur Sicherung der Nahversorgung und zur Belebung der Stadt-und Ortskerne, mit der Niederösterreich, so der Landeshausptmann, einmal mehr Neuland betritt. Das Land stellt dafür in einer ersten Stufe 50 Mill. Schilling zur Verfügung, die Kammer beteiligt sich mit 10 Millionen sowie mit Sachleistungen in Höhe von 40 Mill. S.

"Das Einkaufen im Ort" muß wieder zum Erlebnis werden", umriß Landeshauptmann Dr. Pröll das Ziel. Dazu gehöre ein attraktiver Branchenmix ebenso wie entsprechende Zufahrts- und Parkmöglichkeiten, gemeinsame Werbeaktionen und Veranstaltungen usw.

Mit NAFES werde eine organisatorische Plattform geschaffen, die Initiative müsse aber selbstverständlich aus den Regionen, von den Gemeinden und Wirtschaftstreibenden kommen. Die Aktion richte sich nicht gegen die Einkaufszentren an den Ortsrändern, angestrebt werde vielmehr ein gesunder Wettbewerb durch Chancengleicheit.

Präsident Ing. Reinbacher meinte, es habe schon bisher zahlreiche Initiativen zur Belebung der Ortskerne gegeben, die Umsetzung sei aber meist aus finanziellen Gründen gescheitert.

Er sei überzeugt, daß der nunmehrige neue Weg Zukunft hat. Wirtschaftslandesrat Ernest Gabmann bezeichnete die Sicherung und Verbesserung der Nahversorgung als ein wichtiges Anliegen der Landespolitik und stellte zusätzliche Mittel aus der Wirtschftsförderung in Aussicht. Der Obmann der Sektion Handel in der Wirtschaftskammer, Josef Schirak, sprach von einem "großen Tag" für den niederösterreichischen Handel", der Leiter der Gruppe Raumordnung im Amt der NÖ Landeregierung, Hofrat Dr. Norbert Silberbauer, erinnerte an die seit Jahren laufenden Bemühungen, durch raumplanerische Maßnahmen der Konzentration im Handel entgegen zu wirken.

Die konkrete Umsetzung der neuen Förderung zur Sicherung der Nahversorgung und Belebung der Ortskerne setzt voraus, daß sich zunächst Organisationen auf Gemeindebene bilden, also etwa örtliche Wirtschaftsvereine. Sie sollen ein Konzept erstellen, das dann bei der Wirtschaftskammer eingereicht wird, wo ein Fachbeirat für eine umfassende Beratung zur Verfügung steht. Danach können Fördermittel in Anspruch genommen werden. Ein erstes derartige Konzept gibt es bereits in Gmünd.

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