Elektra Beckum AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

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Elektra Beckum schafft Turnaround
1998 nicht

Vorstandsvorsitzender Dr. Lubitz tritt zurück, neues Sanierungskonzept von Roland Berger

Der Turnaround der Elektra Beckum AG, die zu den führenden deutschen Herstellern von Holzbearbeitungsmaschinen und Geräten für KFZ und Werkstatt zählt, fällt nach Anfangserfolgen in 1997 zunächst aus. Im ersten Halbjahr lag der Umsatz zwar nur leicht unter dem Vorjahresniveau und es wurde ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erreicht, aber Lieferschwierigkeiten und Organisationsschwächen im Zusammenhang mit der Einführung eines neuen EDV-Systems haben die Ergebnisentwicklung deutlich belastet. Sie führten zu höheren Beständen und erheblichen Kostenüberschreitungen, so daß für das Gesamtjahr mit einem operativen Verlust gerechnet wird, der ein neues

Sanierungskonzept nötig macht. Außerordentlicher Aufwand für wichtige Restrukturierungsprojekte wie Outsourcing der Zentrallogistik und den weiteren Personalabbau werden das Ergebnis zusätzlich belasten.

Die zurückhaltende Nachfrage im Inland und der intensive Wettbewerb der Bau- und Heimwerkermärkte ließen keinen Raum, gestiegene Kosten an den Markt weiterzugeben. Insgesamt erzielte Elektra Beckum zum 30. Juni 1998 einen Umsatz von 117,1 Mio DM (Vorjahr: 119,2 Mio DM), davon entfielen 30,9 Mio DM auf den Export (Vorjahr: 31,7 Mio DM). Im größten Geschäftsfeld stationäre Holzbearbeitungsmaschinen wurde der Umsatz leicht auf 46,4 Mio DM erhöht, dort konnte das Unternehmen seinen Marktanteil auf ca. 35% ausbauen.

Die erfolgreiche Neuorientierung im Export wird konsequent fortgeführt: Im Juli wurde in Spanien eine Vertriebsgesellschaft zu 100% übernommen, an der zuvor ein lokaler Partner beteiligt war. Die zu Beginn des Jahres gegründete Vertriebsgesellschaft in Großbritannien entwickelt sich positiv, so daß bis Ende 1998 mit einem Anstieg des Exportvolumens um 5% und einer auf rund 30% erhöhten Exportquote gerechnet wird. Diese Entwicklung wird in 1999 verstärkt vorangetrieben.

Angesichts der drohenden Verlustsituation wurde die Unternehmensberatung Roland Berger beauftragt, kurzfristig ein umfassendes Sanierungskonzept für Elektra Beckum zu erarbeiten und die Umsetzung zu begleiten.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Klaus Lubitz, der mit rund 60% die Mehrheit der stimmberechtigten Aktien hält, ist mit Wirkung vom 22. 9.1998 zurückgetreten. Die Gründerfamilie wird an der Anteilsmehrheit festhalten. Die 1996 bzw. 1997 berufenen Vorstandsmitglieder, Dr. Josef Groß (Technik) und Dr. Gerhard Wehner (Finanzen), werden das Unternehmen weiterführen und das neue Sanierungskonzept umsetzen.

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