FP-Waldhäusl: Werden VP-Ertl das Handwerk legen

Diesmal muß Pröll die politischen Konsequenzen ziehen

St. Pölten, OTS - Den sofortigen Rücktritt des VP-Bürgermeisters Johann Ertl aus Großschönau forderte heute erneut der freiheitliche LAbg. Gottfried Waldhäusl. "Wir haben nun endlich schlagkräftige Beweise, um Ertl das Handwerk zu legen". ****

In dem Zeitraum vom 12 Juli 1984 bis zum 08. August 1985 wurden von verschiedenen Landwirten Bittgesuche beim zuständigen Landesrat Blochberger eingereicht, um aus dem Katastrophenfonds des Landes Entschädigungszahlungen für etwaige Unwetterschäden zu erhalten. Pikantes Detail an dieser Sache sei, so Waldhäusl, daß die betreffenden Bauern diese Schreiben nie zu Gesicht bekommen, geschweige denn jemals Entschädigungen in irgend einer Form erhalten haben. "Bürgermeister Ertl hat sich von den Betroffenen eine Blanco -Unterschrift geben lassen und auch die ausbezahlten Förderungen kassiert." Dies beweise eine Eidesstättige Erklärung, sowie die Tatsache, daß die in den Bittgesuchen vorkommende Kontonummer immer ein und dieselbe ist.
Für den freiheitlichen Mandatar ein eindeutiger Fall des schweren Betruges. Nicht nur das Land sondern auch der Bund, der den Katastrophenfonds fülle und darüberhinaus auch die Landwirte sind zu den Betrogenen zu zählen.

Zu klären sei darüberhinaus, welche Arbeitsmoral in der Abteilung Blochbergers herrsche, so Waldhäusl weiter. Insgesamt wurden von Ertl 25 fingierte Bittgesuche eingereicht und nicht einer der zuständigen Beamten machte sich Gedanken darüber, daß immer die gleiche Kontonummer angeführt war. Bei diesem Konto handelt es sich jedenfalls um kein Gemeindekonto, wie freiheitlichen Recherchen ergaben. "Ich verlange von Bürgermeister Ertl Aufklärung darüber, wo die bereits geleisteten Landesförderungen geblieben sind." Weiters sieht Waldhäusl dringenden Handlungsbedarf bei Landeshauptmann Pröll gegeben. Ich erwarte mir, daß die politischen Konsequenzen gezogen und Ertl all seiner Funktionen enthoben wird. Wir werden den Fall Ertl jedenfalls noch diese Woche der Staatsanwaltschaft übergeben", schloß Waldhäusl.

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