WKÖ-Präsident Maderthaner empfängt Prinz Philippe von Belgien

Philippe mit Wirtschaftsdelegation zum Belgien-Tag in der WKÖ Maderthaner: Belgien-Exporte heuer bis Mai um 14,5% gestiegen

PWK - Der belgische Thronfolger Prinz Philippe von Belgien eröffnete am Dienstag, dem 22. September, gemeinsam mit WKÖ-Präsident Leopold Maderthaner das Firmenseminar "EU-Partnerland Belgien" in der Wirtschaftskammer Österreich. Philippe kam an der Spitze einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation, der unter anderem der Vizepremierminister und Wirtschaftsminister Belgiens, Elio Di Rupo, der Präsident des belgischen Unternehmerverbandes Karel Boone sowie Vertreter namhafter Großkonzerne angehörten. ****

Kronprinz Philippe strich besonders die vielfältigen Verbindungen historischer, künstlerischer und wirtschaftlicher Natur zwischen Belgien und Österreich heraus. "Beide Länder haben sich zu Kompetenz-Zentren mit weltweitem Ruf entwickelt". Österreich habe vor allem im Handel mit Zentral- und Osteuropa eine einzigartige Schlüsselrolle über. "Belgien zählt auf diese weitreichende Erfahrung und ist offen für Kooperationen mit österreichischen Unternehmen auf den verschiedensten Gebieten", betonte der Thronfolger.

Präsident Maderthaner berichtete über die kontinuierlich steigenden Exportzahlen der österreichischen Wirtschaft und die positive Entwicklung bei Österreichs Belgien-Lieferungen. "Von Jänner bis Mai des heurigen Jahres stiegen die Ausfuhren nach Belgien um erfreuliche 14,5 Prozent". Die heimischen Unternehmen nützen zusehends ihre Exportchancen, "auch wenn wir noch lange nicht an die weltweit höchste Exportquote Belgiens von 68,3 Prozent des BIP heranreichen werden". Aber die Möglichkeiten für Kooperationen zwischen österreichischen und belgischen Unternehmen seien noch lange nicht ausgeschöpft und werden bei den beiden EU-Partnerländern, die über eine relativ ähnliche Wirtschaftsstruktur verfügen, gewiss noch zunehmen.

Dieser Meinung schloss sich auch der belgische Wirtschaftsminister Elio Di Rupo an. Vor allem die gemeinsame Europa-Währung werde die Gründungen europäischer strategischer Allianzen vorantreiben. "Der schärfere Konkurrenzdruck macht eine gewisse Größe für Unternehmen immer wichtiger. Legen wir die österreichischen und belgischen Erfahrungswerte zusammen, um international noch wettbewerbsfähiger zu sein", so Rupo.

Die Wirtschaftslage Belgiens ist vielversprechend. Für 1998 rechnet Rupo mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes der Belgisch-Luxemburgischen Wirtschaftsunion von 2,8 Prozent. Bei der Arbeitslosenrate sollte es gelingen, diese von 9,3 Prozent im Jahr 1997 im kommenden Jahr auf 8 Prozent zu senken, zeigte sich der Wirtschaftsminister überzeugt. Im Außenhandel zwischen Österreich und Belgien gebe es noch einen großen Spielraum nach oben.

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