Multifunktionsprojekt Bruderlade wird eröffnet

Einrichtungen im sozialen Geist des Andreas Töpper

St.Pölten (NLK) - Der Fabrikant Andreas Töpper besaß in Neubruck bei Scheibbs das größte Eisenwerk der Monarchie. Er war in einer Zeit, in der die gesetzliche Vorsorge fehlte, ein den Arbeitern gegenüber sozial eingestellter Mann und errichtete in St.Anton an der Jeßnitz die "Bruderlade", ein Versorgungshaus, in dem in Not geratene und durch Arbeitsunfälle zu Schaden gekommene Arbeiter seines Werkes ihren Lebensabend verbringen konnten. Dieses Haus wurde von der Gemeinde St.Anton an der Jeßnitz aus Privatbesitz angekauft und multifunktionell, ganz im Sinne des Andreas Töpper, eingerichtet:
Im Erdgeschoß wurde ein historisches Museum geschaffen, das anhand vieler in der Region gesammelter Exponate einen Überblick über Arbeitswelt und Leben zur Zeit der Frühindustrialisierung gibt. Das Museum wurde von der "Projektfabrik" gestaltet.
Im Erdgeschoß sowie im Dachgeschoß wurden vier Wohnungen geschaffen. Im 1. Stock wurde ein Kindergarten samt Bewegungsraum untergebracht, eine Ergänzung zum bereits bestehenden eingruppigen Kindergarten.

Das Gesamtprojekt erfordert einen Kostenaufwand von rund 12 Millionen Schilling, das Museum stellt eine weitere Attraktion des Kulturparks Eisenstraße dar. Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop wird am kommenden Sonntag, 27. September, die Bruderlade sowie auch den im Rahmen der Dorferneuerung neugestalteten Kirchen- und Schulvorplatz der Bestimmung übergeben.

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