Wiener Liberale: Schutz der Kinder ist vorrangig

Bolena lehnt die von der FPÖ geforderte Beibehaltung der Anzeigepflicht bei Verdacht von Kindesmißbrauch ab!

Wien (OTS) Als völlig undurchdacht und rein polemisch bezeichnete heute die liberale Gemeinderätin Alexandra Bolena den Vorstoß der Freiheitlichen die Anzeigepflicht für Ärzte im Falle des Verdachts von Kindesmißbrauch beizubehalten. "Tatsache ist, daß auch heute noch Kinder, die schwer mißhandelt werden, oft deshalb nicht ins Spital gebracht werden, weil die Eltern eine Anzeige befürchten. Zudem erfolgen die wenigsten Mißhandlungen geplant und gezielt, vielmehr ist es meist so, daß - so schrecklich diese Vorstellung auch ist - 'Mißhandlungen passieren'", so Bolena.

Wenn die Freiheitlichen nun nach altbewährter 'law and order' Mentalität verlangen, daß Ärzte im Falle des Verdachts von Kindesmißhandlung Anzeige erstatten müssen, dann tun sie den betroffenen Kindern damit sicher nichts Gutes, meinte die liberale Gesundheits- und Sozialsprecherin. "Schließlich gab es nicht erst einen Fall, wo Kinder sterben mußten, eben weil Eltern aus Angst vor einer Anzeige keinen Arzt konsultiert haben."

Schon vor einem halben Jahr forderten die Liberalen Kinderschutzgruppen nach dem Vorbild des Preyerschen Kinderspitals anstatt einer strikten Anzeigenpflicht. Diese Forderung haben auch die Kinder- und Jugendanwaltschaften im Interesse der betroffenen Kinder eingebracht. "Der Bericht zu unserem Antrag brachte die erfreuliche Nachricht, daß entsprechende Einrichtungen in ganz Österreich etabliert werden sollen', freut sich die liberale Abgeordnete. Wer also tatsächlich die Kinderinteressen im Auge habe, der solle die geplanten Änderungen begrüßen anstatt nach dem Richter zu rufen, so Bolena abschließend.

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