Das Ärztegesetz 1998: Ein Schlag gegen die Pensionisten!

Wien (OTS) - Knapp vor der für November vorgesehenen Ärztekammerwahl wird den pensionierten Ärzten das Kammer-Wahlrecht entzogen!

Bis jetzt sind Ärzte nach ihrer Pensionierung "ordentliche Kammerangehörige" geblieben, wenn sie sich als Wohnsitzärzte angemeldet hatten. Als solche konnten sie weiterhin fallweise eine ärztliche Tätigkeit ausüben (Vertretungen usw.).

Mit dem neuen "Ärztegesetz 98" (§ 70(1) - Z.3), das demnächst dem Parlament zur Beschlußfassung zugeleitet wird, ist diese Möglichkeit mit einem Schlag beendet. Die weitere ordentliche Kammerzugehörigkeit wird an unrealistische und unerfüllbare Bedingungen geknüpft!

Das Motiv liegt auf der Hand:

Einerseits besteht schon seit längerer Zeit das Bestreben, die Pensionisten von jedem Mitspracherecht in der Kammer auszuschließen. Andererseits haben die regierenden Fraktionen durch das bisher zwölfmalige Einfrieren der Pensionen Stimmen- und Mandatsverluste zugunsten der gewählten "Interessengemeinschaft Ärzte-Senioren" ("IGÄS") zu befürchten.

Das scheinbar einfachste Mittel dagegen:

Man entzieht den potentiellen Wählern der IGÄS das Wahlrecht!

Wir wenden uns heute mit einem dringenden Hilferuf an die Öffentlichkeit, speziell an die Pensionistenverbände und Ausschüsse im Parlament:

Was heute den Ärzten geschieht, kann morgen schon alle Pensionisten unseres Staates treffen:

Auch ihnen könnte durch eine politische Mehrheit das Wahlrecht zum Nationalrat, zum Landtag und in der Gemeindestube einfach aberkannt werden!

Wehret den Anfängen!

Rückfragen & Kontakt:

OMR Dr. Erich KITZINGER,
Vorsitzender im SENIORENBEIRAT d. Ärztekammer
f. Wien,
Tel.: 01/804 9121

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS