Heinzl: Schluß mit der Verzopftheit des Managements bei den ÖBB

Heraus mit der Studie über die Mariazellerbahn!

St. Pölten, (SPI) - Der St. Pöltner Abg.z.NR Anton Heinzl fordert vom Vorstand der Österreichischen Bundesbahnen die sofortige Veröffentlichung der Studie der Firma INFORA über die Zukunftsaussichten der Mariazellerbahn. Schon Ende Juni d. J.
wurde die Veröffentlichung dieser Studie angekündigt. Zwei Mal gab es in der Zwischenzeit offizielle Terminverschiebungen. Diese sonderbare Verzögerung ist dem zuständigen ÖBB - Management zuzuschreiben. Nur in der Steiermark wurden bereits die Bürgermeister der Mariazellerbahn - Gemeinden mit einigen
Szenerien dieser Studie konfrontiert.****

"Die eigenartige Geheimhaltung des Gesamtinhaltes dieser mit Steuergeldern erstellten umfangreichen Studie muß aufhören. Die ÖBB muß den Ländern NÖ und Stmk. sowie der Öffentlichkeit die Studie endlich voll inhaltlich zugänglich machen. Die Form der Weiterführung der Mariazellerbahn darf nicht hinter verschlossenen Türen als Geheimniskrämerei behandelt werden", fordert NR Heinzl. Die Geheimdiplomatie, besonders des Managements der ÖBB, hat schon sehr oft nachteilige Auswirkungen für die Mariazellerbahn
gebracht.

Die Einstellung der Bahnstrecke Gußwerk - Mariazell vor mehr als zehn Jahren, das fortgesetzte Abwirtschaften beim Güterverkehr durch die Einstellung bis Schwarzenbach a. d. Pielach und ebenso
die Einstellung bis Kirchberg a. d. Pielach haben nicht nur dem Güterverkehr auf der Bahn, sondern auch der Umwelt sehr geschadet. Man hat die Frächterkundschaft auf die Straße verbannt. Seither donnern in immer größerer Zahl überschwere Lastkraftwagen durch das Pielachtal, verschmutzen durch ihre Abgase die Natur und beeinträchtigen die Verkehrssicherheit. Zusätzlich quält der Lärm die Bevölkerung in den Ortschaften. Durch die permanente streckenweise Stillegung des Güterverkehrs ist den ÖBB ein Geschäftsverlust entstanden.

Im Gegensatz dazu verlangt NR Anton Heinzl die Wiederaufnahme des Güterverkehrs, der früher durch die Holztransporte für die Mariazellerbahn gewinnbringend gewesen ist. "Durch die elektrifizierte Bahnstrecke ist der Gütertransport für das Tal umweltfreundlich, sicher und lärmschonend. Die Wiederaufnahme des Güterverkehrs müßte eine neue Investitionsbereitschaft der zuständigen Stellen bewirken. Zwei neue Lokomotiven und dazu das rollende Transportmaterial, das in Containerform das Umladen erleichtert, wären ein Schritt zur Strukturverbesserung, weiteren Modernisierung und Neuankurbelung. Zusätzlich müssen dringend für den Personenverkehr jene Ersatzteile bestellt werden, die
notwendig sind, um die zwei neuen Garnituren bei Reparaturen rasch wieder in Gang zu setzen. Auch dies ist ein Fehler des Managements der ÖBB gewesen, wo man sehr leichtfertig die Prototypen
seinerzeit ohne genaue Prüfung der technischen Verhältnisse auf die Schiene gestellt hat", so Heinzl weiter.

Darüber hinaus müssen für den Schüler- und Pendlerverkehr sowie für den Tourismus- und Fremdenverkehr jene Maßnahmen sofort umgesetzt werden, die eine Attraktivierung der Mariazeller Schmalspurbahn bedeuten und ihre Zukunft garantieren. "Sollte es
zu einer Betreibergesellschaft kommen müssen, dürfen die Österreichischen Bundesbahnen ihre volle Verantwortung für den Betrieb dieser Bahnstrecke nicht aufs Spiel setzen. Der reguläre Eisenbahnbetrieb mit seinem dichten Fahrplan darf nicht gefährdet werden", so Heinzl abschließend.

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