• 16.08.1998, 10:05:00
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Heinzl: Schluß mit der Verzopftheit des Managements bei den ÖBB

Heraus mit der Studie über die Mariazellerbahn!

St. Pölten, (SPI) - Der St. Pöltner Abg.z.NR Anton Heinzl fordert
vom Vorstand der Österreichischen Bundesbahnen die sofortige
Veröffentlichung der Studie der Firma INFORA über die
Zukunftsaussichten der Mariazellerbahn. Schon Ende Juni d. J.
wurde die Veröffentlichung dieser Studie angekündigt. Zwei Mal gab
es in der Zwischenzeit offizielle Terminverschiebungen. Diese
sonderbare Verzögerung ist dem zuständigen ÖBB - Management
zuzuschreiben. Nur in der Steiermark wurden bereits die
Bürgermeister der Mariazellerbahn - Gemeinden mit einigen
Szenerien dieser Studie konfrontiert.****

"Die eigenartige Geheimhaltung des Gesamtinhaltes dieser mit
Steuergeldern erstellten umfangreichen Studie muß aufhören. Die
ÖBB muß den Ländern NÖ und Stmk. sowie der Öffentlichkeit die
Studie endlich voll inhaltlich zugänglich machen. Die Form der
Weiterführung der Mariazellerbahn darf nicht hinter verschlossenen
Türen als Geheimniskrämerei behandelt werden", fordert NR Heinzl.
Die Geheimdiplomatie, besonders des Managements der ÖBB, hat schon
sehr oft nachteilige Auswirkungen für die Mariazellerbahn
gebracht.

Die Einstellung der Bahnstrecke Gußwerk - Mariazell vor mehr als
zehn Jahren, das fortgesetzte Abwirtschaften beim Güterverkehr
durch die Einstellung bis Schwarzenbach a. d. Pielach und ebenso
die Einstellung bis Kirchberg a. d. Pielach haben nicht nur dem
Güterverkehr auf der Bahn, sondern auch der Umwelt sehr geschadet.
Man hat die Frächterkundschaft auf die Straße verbannt. Seither
donnern in immer größerer Zahl überschwere Lastkraftwagen durch
das Pielachtal, verschmutzen durch ihre Abgase die Natur und
beeinträchtigen die Verkehrssicherheit. Zusätzlich quält der Lärm
die Bevölkerung in den Ortschaften. Durch die permanente
streckenweise Stillegung des Güterverkehrs ist den ÖBB ein
Geschäftsverlust entstanden.

Im Gegensatz dazu verlangt NR Anton Heinzl die Wiederaufnahme des
Güterverkehrs, der früher durch die Holztransporte für die
Mariazellerbahn gewinnbringend gewesen ist. "Durch die
elektrifizierte Bahnstrecke ist der Gütertransport für das Tal
umweltfreundlich, sicher und lärmschonend. Die Wiederaufnahme des
Güterverkehrs müßte eine neue Investitionsbereitschaft der
zuständigen Stellen bewirken. Zwei neue Lokomotiven und dazu das
rollende Transportmaterial, das in Containerform das Umladen
erleichtert, wären ein Schritt zur Strukturverbesserung, weiteren
Modernisierung und Neuankurbelung. Zusätzlich müssen dringend für
den Personenverkehr jene Ersatzteile bestellt werden, die
notwendig sind, um die zwei neuen Garnituren bei Reparaturen rasch
wieder in Gang zu setzen. Auch dies ist ein Fehler des Managements
der ÖBB gewesen, wo man sehr leichtfertig die Prototypen
seinerzeit ohne genaue Prüfung der technischen Verhältnisse auf
die Schiene gestellt hat", so Heinzl weiter.

Darüber hinaus müssen für den Schüler- und Pendlerverkehr sowie
für den Tourismus- und Fremdenverkehr jene Maßnahmen sofort
umgesetzt werden, die eine Attraktivierung der Mariazeller
Schmalspurbahn bedeuten und ihre Zukunft garantieren. "Sollte es
zu einer Betreibergesellschaft kommen müssen, dürfen die
Österreichischen Bundesbahnen ihre volle Verantwortung für den
Betrieb dieser Bahnstrecke nicht aufs Spiel setzen. Der reguläre
Eisenbahnbetrieb mit seinem dichten Fahrplan darf nicht gefährdet
werden", so Heinzl abschließend.

Rückfragehinweis: SPÖ-Bezirksorganisation St. Pölten

Tel: 02742/354366

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/SPI

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