Revitalisierungen an Schmida und Schmida-Mühlbach

LR Bauer präsentiert Ökologisierungskonzepte

St.Pölten (NLK) - Bei einem Sommergespräch des "Kulturforums Schmidatal" präsentierte Landesrat Dkfm. Dr. Hannes Bauer gestern in Absberg zwei Studien, die sich mit Landschaftsbegleitplanung am Unterlauf der Schmida und mit einer Reaktivierung des Schmida-Mühlbachs im Weinviertel auseinandersetzen. Nach der Verbesserung der Wasserqualität der Schmida durch die Errichtung von Kläranlagen könne man nun an den nächsten Schritt der Vernetzung herangehen, was ganz im Sinne des "Jahres der lebenden Flüsse 1998" sei, sagte der Landesrat.

Instandhaltung, Aktivierung, Revitalisierung und damit eine Ökologisierung von Teilabschnitten brächten nicht nur Vorteile für die Natur und den Erlebnisnutzen der Bevölkerung, sondern auch erste Schritte in Richtung der Einbeziehung von regionalen Maßnahmen in ein touristisches Nutzungskonzept. Eine vom Donauradweg abzweigende und Schmida bzw. Schmida-Mühlbach entlanglaufende Strecke etwa könnte als "Nationalparke-Radweg" das Gebiet zweier Nationalparke berühren und dabei das Weinviertel in seiner gesamten Vielfalt präsentieren.

Ziel sei es, so Bauer, mit der Umsetzung des Konzeptes im Frühjahr zu beginnen, die General-Zielsetzung habe überparteilichen Konsens gefunden. Unter der Voraussetzung entsprechender Mittel aus dem Landschaftsfonds, einer budgetären Aufteilung gemäß Bauverlauf und einer Beteiligung der Gemeinden im Ausmaß von 20 bis 30 Prozent könne er garantieren, so schloß der Landesrat, daß die Finanzierung kein Problem darstellen werde.

Der Schmida-Mühlbach weist eine Gesamtlänge von 23 Kilometern auf, diente ehemals der Wasserkraftnutzung und ist heute über weite Strecken trocken. Die Studie zur Reaktivierung zu einem naturnahen Gewässer sieht eine Flutung auf einer Länge von 13 Kilometern vor, wofür etwa 7 Millionen Schilling Baukosten anfielen. Äußerst schwierige Grundstücksverhandlungen haben auch zu einer Planungsvariante eines verkürzten Projektes mit 11 Kilometern Länge und ca. 6 bis 6,3 Millionen Schilling Baukosten geführt, hier wird allerdings noch weiterverhandelt.

Die Landschaftsbegleitplanung des Schmida-Unterlaufes betrifft das Gebiet zwischen den Bundesstraßen B 3 und B 4, setzt auf nur geringe bauliche Maßnahmen und hat die Stärkung der ökologischen Selbstreinigung des Flusses, eine Hebung des Erlebniswertes und damit forcierte Lebensqualität sowie überregionale Rad-, Reit- und Wanderwegenutzung zum Ziel.

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