"Lebensmittel-Cluster Südösterreich" startet am 1. September

Hauptziel: Gemeinsam Exportmärkte bearbeiten

PWK - Zur gemeinsamen Bearbeitung von Exportmärkten hat sich in Kärnten ein "Lebensmittelcluster Südösterreich" formiert und wurde am Donnerstag, dem 6. August 1998, vom Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, Karl Koffler, den Medien vorgestellt. Im Rahmen dieses Clusters haben sich zunächst 12 Unternehmen aus Kärnten, der Steiermark und Osttirol sowie aus Nieder- und Oberösterreich gefunden, die keine bzw. teilweise Exporterfahrung haben und die als erstes gemeinsam den schwierigen italienischen Lebensmittelmarkt bearbeiten wollen. Drei weitere Unternehmen haben starkes Interesse an einer Aufnahme in diesen Cluster gezeigt, sodaß mit dem offiziellen Start des Clusters am 1. September 1998 voraussichtlich 13 Firmen teilnehmen werden. ****

Die Palette der von den Clustermitgliedern angebotenen Produkte, die in weiterer Folge auch in Slowenien und Kroatien vermarktet werden sollen, reicht von Kärntner Nudelspezialitäten über Backwaren bis hin zu Speisepilzen.

Wie für alle kleineren Volkswirtschaften ist der Außenhandel auch für Österreich ein lebenswichtiger Bestandteil der Gesamtwirtschaft. Schon jetzt ist ungefähr jeder zweite Arbeitsplatz direkt oder indirekt mit dem Außenhandel verknüpft. Und das, obwohl der Exportanteil an der Gesamtwirtschaftsleistung Österreichs mit rund 25 Prozent im internationalen Vergleich relativ niedrig ist.

Vorrangiges Ziel der österreichischen Wirtschaftspolitik ist daher auch eine deutliche Steigerung der Exportrate, wobei mittelfristig eine Anhebung auf etwa 30 Prozent angepeilt wird. Damit könnten etwa 50.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden.

Vielen, vor allem kleinen und mittleren Unternehmen, fehlt es jedoch oft an den personellen und finanziellen Kapazitäten, Exportmärkte zu bearbeiten. Die im Vorjahr von der Bundesregierung ausgerufene Exportoffensive sieht daher auch Clusterbildungen vor, bei denen Kooperation in vielfältiger Form - reichend vom Erfahrungsaustausch und gemeinsamer Beschaffung von Information bis hin zum Hauptziel, nämlich der gemeinsamen Bearbeitung von Exportmärkten - durchgeführt werden.

Innerhalb von nicht einmal vier Monaten konnte beim "Lebensmittelcluster Südösterreich" Einigung über die Statuten, die Vereinsorgane und auch über die finanzielle Beteiligung der einzelnen Unternehmen erzielt werden. Weiters wurde auch ein Clustermanager bestellt, der seine Tätigkeit bereits aufgenommen hat. Neben dem Beitrag der einzelnen Mitglieder wird der Cluster im ersten Jahr auch aus Mitteln der Exportoffensive finanziert. Dabei stehen bis zu 1,25 Mio Schilling zur Verfügung. Ab dem zweiten Tätigkeitsjahr sollte der Cluster ohne öffentliche Unterstützung auskommen.

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Dr. Helmut Dareb

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